Achtsamkeit in der Tiermedizin? – Interview mit Tierärztin Dr. Leona Kringe

Shownotes

In dieser tiefgründigen und aufschlussreichen Folge von Future Vet Business spricht Sonja mit Dr. Leona Kringe, einer Tierärztin, Business-Coach und Yoga-Lehrerin, über die wichtige Rolle von Achtsamkeit und Resilienz im tiermedizinischen Alltag. Leona teilt persönliche Erfahrungen, u.a. aus ihrer vorangegangenen Praxisarbeit und aus Gesprächen mit Tiermediziner:innen, die sie in ihrer Arbeit bei Vetstage getroffen hat, mit uns. Sie gibt uns außerdem Impulse, wie wir mehr Achtsamkeit in unseren Alltag - auch in sehr stressigen Phasen einbringen können.

Es geht um die Pflege der eigenen mentalen Gesundheit für den langfristigen Erfolg und zufriedenen Weg in der Tiermedizin, egal in welchem Unternehmeskonzept. Erfahre, warum Sonja nach dem Podcast erstmal dringend frühstücken musste und finde erste Ansätze, dich wieder mehr um dich zu kümmern.

Diese Folge ist ein Muss für alle, die nach Wegen suchen, den Herausforderungen des Praxisalltags achtsam und gestärkt zu begegnen und dabei die eigene Lebensqualität nicht aus den Augen zu verlieren.

Möchtest du mehr von Leona erfahren? Dann lies auf ihrem Blog: www.heimatnomadin.com Inspiration findest du auch auf ihrem Instagramkanal https://www.instagram.com/heimatnomadin und im Podcast: www.anchor.fm/heimatnomadin Leona hat auch ein Biuch geschrieben, das findest du hier: https://bit.ly/2Dg9QbI

So erreichst du Leona Kringe direkt: Mail: hej@heimatnomadin.com

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Transkript anzeigen

00:00:01: lisca_vet Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Future with Business. Ich bin mal wieder nicht mit Kati hier, sondern habe mir eine ganz andere, spannende Gesprächspartnerin eingeladen. Heute zu Gast ist Dr. Leona Kringe. Ich freue mich sehr, dass du da bist. Herzlich willkommen, liebe Leona.

00:00:19: Leona Ja, danke schön. Ich freue mich, dass ich hier sein darf. Ich freue mich sehr auf unser Gespräch.

00:00:24: lisca_vet Ja, ich mich auch, um unseren ZuhörerInnen ein bisschen was mit auf den Weg zu geben. Wir beide kennen uns ja vor allem, weil wir immer mal wieder zusammen gearbeitet haben in der letzten Zeit. Ich habe Webinare machen dürfen bei Webstage und daher kennt dich vielleicht die eine oder andere Zuhörerin auch schon, weil du unter anderem

00:00:43: lisca_vet die Webinare dort oft begleitest und dadurch natürlich sichtbar wirst, aber natürlich auch im Hintergrund ganz viel mit den Kolleginnen und Kollegen in Zusammenarbeit ist, die in dem Thema Recruiting tiefer drin stecken und die für ihre Praxen neue Mitarbeiter suchen oder eben Fachpersonal, was irgendwie eine neue Position sucht. Aber du hast ja ein bisschen mehr noch oder du machst noch ein bisschen mehr als in Anführungsstrichen nur dieses Recruiting-Thema, weil du bist

00:01:12: lisca_vet Tierärztin, eben auch nicht in der Praxis tätig, sondern eben, wie ich gerade schon gesagt habe, kurz bei VetStage. Aber du hast auch eine Ausbildung gemacht zum Business Coach und hast so deine eigenen Themen gefunden, die du außerhalb dieses Bereichs intensiv bearbeitest und über die wir auch heute sprechen wollen. Ich hoffe, ich habe dich so ein bisschen

00:01:32: lisca_vet gut eingeleitet in deinem Sinne und freue mich, wenn wir jetzt ein bisschen ins Gespräch kommen. Erzähl uns doch mal ein bisschen mehr zu dir, vielleicht zu deinem Werdegang und welche Themen dich beschäftigen und wie du da gelandet bist.

00:01:48: Leona Ja, erstmal danke für die Einleitung. Hast du gut gemacht? Ja, obwohl ich bei Webstage mittlerweile aus dem Recruiting raus bin, da habe ich tatsächlich angefangen bei Webstage, aber mittlerweile ist es bei mir wirklich mehr die

00:02:02: Leona Weiterbildung von Kollegen und Kolleginnen zu fördern, also mitzugestalten. Ich kümmere mich vor allem um unsere Akademie mittlerweile und in dem Rahmen moderiere ich auch eben unsere Fortbildung. Genau, aber ja, ins Recruiting-Thema dürfte ich trotzdem mal Einblicke haben. Das ist auch mal ganz spannend. Vor allem, weil ich es nie gelernt habe. Aber fangen wir mal irgendwie vorne an. Also, ja, ich bin Tierärztin. Ich bin in 2015 mit einem Studium fertig geworden in Hannover.

00:02:28: Leona und bin danach auch erstmal ganz klassisch in die Praxis rein, bin nach Freiburg gegangen in eine Gemischtpraxis, war aber der Schwerpunkt Pferd. Ich bin selber auch mit Landwirtschaft groß geworden, deswegen waren es für mich immer die Großtiere, die mich begeistert haben, habe aber die Kleintiere auch immer so am Rande gemacht.

00:02:46: Leona Und ja, ich habe nebenher auch noch angefangen, mir eine Doktorarbeit ans Bein zu binden, habe die dann auch noch gemacht. Genau, ja, du hast den Doktortitel erwähnt. Also der muss ja irgendwoher kommen. Das war in der transnationalen Schlaganfallforschung. Das war ein Gemeinschaftsprojekt mit der Universität in Freiburg, also Uniklinik Freiburg und Leipzig.

00:02:55: lisca_vet Stimmt, da habe ich gar nicht erwähnt.

00:03:14: Leona Und ja, da bin ich auch erst vor zwei Jahren mit fertig geworden. Also das war wirklich dann nochmal ein Langzeitprojekt. Und ja, ich habe schon auch in der ersten Praxis gemerkt, dadurch, dass ich halt klar sowieso als Einsteigerin eine krasse Last hatte, einmal mit allem irgendwie klarzukommen. Ich glaube, das kennen wir alle.

00:03:22: lisca_vet Wow.

00:03:36: Leona und dann aber auch die Hälfte vom Notdienst einfach hatte, also jeden zweiten Tag, jedes zweite Wochenende, dass dieser Druck halt immens ist und dann aber auch so ein paar weitere Themen entdeckt, zum Beispiel wie wichtig das ist, dass man ein gutes Team hat, Kolleginnen und Kollegen, wo man sich wohlfühlt, wo man sich irgendwie drauf verlassen kann, damit man halt einfach auch resilient in diesem Job bleibt und weiterhin auch Freude daran hat, so, also dass man den ganzen Stand hält.

00:04:01: lisca_vet Mhm.

00:04:05: Leona Und ja, ich habe das in den ersten zweieinhalb Jahren nicht ganz so gut geschafft. Also ich war dann schon auch echt platt nach der ganzen Zeit. Jetzt nicht nur unbedingt durch den Beruf, sondern auch so persönliche Dinge. Man zieht ja auch um, man hat dann irgendwie noch Beziehungen mit dabei. Dann klappt das vielleicht irgendwie alles nicht. Man versucht ja irgendwie so Beruf und Leben unter einen Hut zu bringen.

00:04:26: Leona Ja, ich bin da auch ein bisschen dann auf der Nase gelandet, würde ich jetzt mal sagen und habe mir dann halt für mich einfach mal so die Themen mehr anschauen müssen, weil darüber wollen wir auch halt ein bisschen reden, so Achtsamkeit, wie kann ich denn jetzt besser auf mich achten, damit ich mich nicht immer so vor die Wand fahre und

00:04:40: lisca_vet Mhm. Mhm.

00:04:44: Leona hab dann mit dem Yoga angefangen. Also ich hab schon immer viel Sport gemacht, aber es war vor allem immer viel Ausdauersport und so. Also ein bisschen was Auszehrendes, sag ich mal. Und ja, war dann ein bisschen gezwungen mal zur Ruhe zu kommen. Und durch die, durch ein Yoga-Retreat hab ich dann meine damalige Ausbilderin von der Business-Coaching-Ausbildung kennengelernt. Die war nämlich mit dabei. Bin dann so auf das Thema Coaching einfach gekommen. Mich hat das unfassbar fasziniert.

00:05:11: Leona und habe dann entschieden, dann zeitgleich auch noch nebenher diese Ausbildung zu machen. Man muss dazu sagen, es war dann sehr viel.

00:05:17: lisca_vet Wow, also ich will resilienter werden, also suche ich mir noch eine neue Aufgabe.

00:05:26: Leona Ja, aber ich muss sagen, das hat mir super viel gegeben. Also das war so bereichernd irgendwie, dass es das wert war, da irgendwie das mir auch noch aufzuhalten, sage ich mal. Und ich habe dann auch irgendwann gelernt, viele einfach zu priorisieren, auch manchmal zum Beispiel auch bei der Doktorarbeit zu sagen, okay, komm, dann bleibt die jetzt mal liegen. Andere Sachen sind jetzt einfach gerade mal

00:05:48: Leona Wichtiger. Und vorher war es eher so, jetzt unbedingt erst die Doktorarbeit und nach dem Motto Leben kann ich später. Das ist jetzt erst mal wichtiger. Und dann irgendwann aber auch durch ein paar private Erfahrungen oder Schicksalsschläge auch zu erfahren, so nee, das Leben ist halt aber auch sehr kurz. Manches kann ich warten. Und das habe ich schon in dieser Ausbildung dann auch lernen dürfen, mich selber da auch ein bisschen besser zu führen, sage ich mal.

00:06:05: lisca_vet Mhm. Mhm.

00:06:16: Leona Und genau, ich hatte halt, das muss man auch dazu sagen, sowieso immer ein großes Interesse einfach an Psychologie, Menschen verstehen, Menschen begleiten und habe mich auch, hatte auch eigentlich einen Studienplatz für die Psychologie gehabt, habe mich dann aber dann doch auch für die Tiermedizin entschieden und war immer so in meinem Zwiespalt. Ich wäre aber auch gerne

00:06:38: Leona in diese andere Richtung gegangen. Hab auch nach dem Physikum oder vor dem Physikum überlegt, wechsle ich jetzt vielleicht in die Humanmedizin, gehe ich vielleicht doch den anderen Weg und ich... Ich hatte immer das Gefühl, da ist... Ich hab da was, was ich irgendwie auch noch verfolgen muss. Und hatte das Gefühl, mit diesem Coachingweg oder dieser anderen Form Menschen begleiten zu können, kann ich das mir doch auch erfüllen. Ich muss es nicht aufgeben, nur weil ich jetzt den Tiermedizinweg gegangen bin.

00:06:47: lisca_vet Mhm. Mhm.

00:07:07: Leona Genau, und dann habe ich im Anschluss davon noch die Yogalehrerausbildung gemacht.

00:07:12: Leona um das noch so ein bisschen mehr zu ergänzen und ja, bin dann, als ich die fertig gemacht hab, hab ich dann das Glück gehabt, bei VetStage anfangen zu können. So und bin dann auch erstmal aus der Praxis raus und ich bin immer noch bei VetStage. Also auch der T-Medizin im Prinzip treu geblieben, aber halt gerade nicht mehr praktisch tätig. Genau und ja.

00:07:31: lisca_vet Mhm. Ja ja. Ja.

00:07:39: Leona So, das versucht mal in kurz zu fasten, dieser Werdegang.

00:07:47: lisca_vet Ja, sehr bewegt auf jeden Fall. Du hast dich, glaube ich, mal getraut oder gemerkt, rechts und links mal zu gucken. Es gibt nämlich nicht nur diesen klassischen Weg, da sprechen wir ja hier in Futurebit Business immer wieder drüber, was es noch für Möglichkeiten gibt und welche Themen auch irgendwie eigentlich in unserem Alltag auch sehr wichtig sind, die wir vielleicht aber manchmal auch vergessen. Und ich bin super froh, dass wir heute genau über diese Themen

00:08:12: lisca_vet Achtsamkeit, Resilienz und so noch mal ein bisschen sprechen. Das ist ja nicht nur im Tierarztpraxisalltag jetzt doch mittlerweile ein Thema, was mir ja mehr ins Bewusstsein kommt, glücklicherweise. Kathi und ich haben hier im Future with Business Podcast immer wieder mal diese Themen, dass wir merken, dass wir uns selber überrennen, übernehmen.

00:08:21: Leona Hm. Mhm. Ja.

00:08:31: lisca_vet Und manchmal gelingt es besser, unsere Kapazitäten zu haushalten damit oder uns selber zu führen und zu managen. Das hast du gerade schon angesprochen. Das sind ganz wichtige Begriffe, glaube ich, die man auch mal erwähnt haben muss in diesem Zusammenhang.

00:08:44: lisca_vet weil das einfach eine Herausforderung ist, weil wir, also ich kann jetzt für mich sprechen, aber auch ein bisschen aus Erfahrung mit Kati, sehr gerne sehr viel machen, sehr aktiv sind, sehr interessiert sind, neue Ideen haben und ich glaube, viele Kolleginnen auch in den Praxen haben das auch, da ist ja auch immer täglich viele Herausforderungen, neue Themen, die auf einen einprasseln, neue Fälle, neue Menschen, neue Tiere.

00:09:06: lisca_vet Und viele, oder oft steckt man, glaube ich, in so einem, ja, doch dieses klassische Hamsterrad und macht immer weiter, ja, und ist motiviert. Und irgendwann kannst du dahin kommen, dass man vielleicht merkt, ey, das war zu viel. Also ich habe es für mich selber tatsächlich auch schon merken müssen. So retrospektiv gemerkt, ich hätte viel früher, glaube ich, schon mal Stopp sagen können. Und

00:09:13: Leona Mhm. Ja. Mhm.

00:09:30: lisca_vet hab echt jetzt einige Zeit gebraucht, um das zu verarbeiten, um mir klar darüber zu werden, wo ich eigentlich stand, an welcher Stelle. Also, dass ich doch ein bisschen Zeit brauchte zum Heilen, um wieder zur Ruhe zu kommen, mehr zu mir zu kommen. Deswegen finde ich total schön, dass wir darüber sprechen. Und wir haben gerade schon das Wort Achtsamkeit ein paar Mal in den Mund genommen, ein paar Mal genannt. Vielleicht magst du mal so ein bisschen erzählen, was bedeutet denn

00:09:44: Leona Ja. Ja. Ja.

00:09:56: lisca_vet die Achtsamkeit, um uns mal alle so auf einen Nenner zu holen, worüber wir heute sprechen wollen. Mhm.

00:10:05: Leona Also Achtsamkeit für mich ist vor allem erst mal das Bewusstwerden von mir selber, also wo stehe ich gerade, wie geht es mir, also wie geht es mir wirklich, nicht wie würde ich gerne wollen, wie es mir gerade geht oder wie funktioniere ich gerade, sondern wie geht es mir wirklich, Bewusstwerden darüber.

00:10:25: Leona Und auch dementsprechend zu handeln oder zu agieren dann eben. Also immer wieder auch vielleicht mal eine Entscheidung zu hinterfragen. Zu hinterfragen, ist es jetzt gerade gut, dass ich hier in diesem Hamsterrad renne? Möchte ich das wirklich? Muss ich vielleicht andere Entscheidungen treffen, um auf einem anderen Weg weiterzugehen? Und ja, da einfach achtsam mit sich selber zu sein und gut mit sich umzugehen.

00:10:52: Leona Man sagt ja auch immer gerne, hey, würdest du das, was du so zu dir sagst, deiner besten Freundin sagen oder deiner Mutter oder deinem Haustier, würdest du so damit umgehen? Und oftmals kommt ja, nee, eigentlich nicht. Also man ist schon sehr, sehr hart mit sich selber, gerade wenn man so schon und ich glaube, das sind wir alle in der Tiermedizin sehr leistungsorientiert sind. Also wir haben ja schon den Hang dazu, unseren Selbstwert von der Leistung abhängig zu machen.

00:11:05: lisca_vet Ah, interessant. Mhm. Mhm.

00:11:23: Leona Und da eher achtsam mit sich zu sein und ein gewisses Mitgefühl auch für sich selber zu entwickeln, ist halt unfassbar wichtig. Das ist für mich so Achtsamkeit, also vor allem erst mal das Gefühl für sich selber zu haben und das aber auch zu respektieren. Ja, das ist nicht leicht. Und das muss man auch, das darf man auch trainieren, so Achtsamkeit so jeden Tag. Und das ist auch nichts Großes, das können viele kleine Dinge sein.

00:11:38: lisca_vet Mhm. Mhm. Mhm.

00:11:52: Leona meinem Beispiel alleine, sich morgens fünf Minuten zu gönnen, die nur einem selber gehören, bevor man jetzt zum Beispiel in die Mails reingeht oder in den Praxisalltag oder, oder, oder, ja, das auch zu erlauben. Ja.

00:12:10: lisca_vet Ja, total spannend, ja. Ich hab mich so ein bisschen ertappt gerade an den Sachen, die du erzählt hast. Vielleicht ja auch die ein oder andere Zuhörerin auch. Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Das hast du gerade schon ein bisschen erzählt, was das bedeutet. Also verstehst du das richtig, ne? So ein bisschen ... Also eigentlich aktiv mal drauf zu achten. Da sind wir wieder bei Achten, Achtsamkeit, glaub ich, ne? Also ich weiß, dass das bei mir jetzt noch nicht in der Routine drin ist, aber ich immer mal wieder merke,

00:12:32: Leona Mhm. Ja. Ja. Mhm.

00:12:39: lisca_vet Moment, wo renne ich hier eigentlich gerade hin? Will ich das eigentlich? Ist das eigentlich jetzt gerade gut? Gelingt mir auch mal besser, mal schlechter. Aber ich weiß, wenn ich es mache, tut es meistens ganz gut. Diese fünf Minuten nehmen, finde ich auch ganz spannend, was du gerade schon gesagt hast, mal ganz praktisch mal eben in sich reinzuhorchen.

00:13:02: Leona Ja Ja Ja Ja Ja Also Yoga ist ja im Prinzip ein großer

00:13:02: lisca_vet Und zu gucken, wo stehe ich da? Du hast die Yoga-Ausbildung gemacht. Yoga ist jetzt nicht für jeden was, und ich höre das immer wieder in dem Zusammenhang. Aber trotzdem vielleicht, wie hilft Yoga in diesem Thema, in diesem Themenkomplex? Weil du verbindest ja, glaube ich, verschiedene Themen eigentlich damit. Das ist ja alles so ein bisschen dieses Thema Achtsamkeit, was da sich, glaube ich, bündelt, oder? Wie hilft das dabei?

00:13:33: Leona komplex aus einem Weg, wie man besser zu sich selber finden kann. Also beschreibt ja eigentlich ein Pfad, dass man mit sich selber besser durchs Leben gehen kann. So würde ich es beschreiben. Und viele kennen Yoga ja einfach nur unter, naja, wir machen da jetzt irgendwie Akrobatik oder wir dehnen oder stretchen und so. Also das klassische Yoga auf der Matte. Aber Yoga ist halt viel, viel mehr. Es steckt ja eine unfassbar alte Philosophie einfach dahinter. Und

00:13:44: lisca_vet Mhm.

00:13:59: Leona Mir hat es zum Beispiel auch viel geholfen, diese yogischen Schriften einfach mal zu lesen, mich damit auseinanderzusetzen. Aber im Grunde genommen hilft Yoga jetzt wirklich diese Arbeit dann mit dem Körper, also wirklich in diese Körperhaltung. Asanas heißt das im Yoga, zu gehen, zurück zu mir und meinem Körper zu finden und für die Achtsamkeit auch wirklich mal reinzuspüren, ey, wie geht es meinem Körper eigentlich gerade, wie geht es mir, wo bin ich verspannt. Wenn wir jetzt zum Beispiel

00:14:28: Leona Also ich finde eine gute Möglichkeit, um wirklich rauszufinden, wie geht es mir, ist wenn ich zum Beispiel Atemübungen mache, die man im Yoga machen kann. Es gibt verschiedene Atemtechniken, aber eigentlich eine ist ganz simpel. Man atmet einmal vom Unterbauch von ganz unten nach oben in die Rippen und die Schlüsselbeinbereiche rein.

00:14:47: Leona Also wirklich so eine wellenförmige Atmung. Und das fällt vielen und das ist eigentlich das Simpelste. Das ist so ein Grundding. Schon so schwer, weil alles so verspannt ist. Weil die Rippen dicht machen, weil man gar nicht den Bauch mal vorwölben kann und die Luft kann gar nicht reinströmen. Aber Luft ist halt auch Lebensenergie. Also sagt man im Yoga und man atmet halt auch unfassbar viel Stress ab.

00:15:11: Leona So und das, wenn man jetzt wieder von der medizinischen Seite macht, das auch Sinn. Wir haben wirklich CO2-Anhäufung bei Stress im Körper und das will ja auch raus. Das kann man durch die Atmung gut machen. Das heißt, solche Atemübungen alleine schon helfen, mal wieder reinzuspülen, ey, wie geht es mir gerade? Und wenn man das schon spürt, so, boah, also eigentlich macht gerade alles zu, dann ist das schon ein guter Hinweis darauf, in welche Richtung, also was man mehr für sich tun kann in dem Fall. Ja, genau.

00:15:11: lisca_vet Mhm. Mhm.

00:15:40: lisca_vet Also für die Kollegen in der Dietratur und sagen, ah Yoga, Yoga, das ist gar nicht meins, vielleicht noch mal ein neuer Ansatz, das nicht nur als Sport und Dehnung zu sehen, sondern ...

00:15:50: Leona Es ist viel, viel mehr. Für mich ist eine Lebensphilosophie auch irgendwo geworden, weil Yoga beinhaltet ja auch nicht nur, wie möchte ich mit mir umgehen oder jetzt zum Beispiel diese Körperhaltung, sondern auch, wie möchte ich mit meiner Umwelt umgehen.

00:16:05: Leona Also was möchte ich meinem Umfeld mitgeben? Was hat man für ein Miteinander? Und wenn man das so ein bisschen praktiziert oder verinnerlicht, auch so im Alltag, holt es einem zum Beispiel auch weg von diesem höher schneller weiter und so einer gewissen Ellenbogenhaltung. Also man wird einfach nicht nur weicher mit sich selber, sondern auch mit seinem Umfeld.

00:16:28: Leona Und das hilft schon. Und wenn man das ausstrahlt, kriegt man das auch wieder zurück. Und ich finde das deswegen unfassbar wertvoll. Und ja, ich habe auch mal gesagt, meine Mama hat immer zu mir gesagt, du müsst vielleicht mal Yoga machen, so, bevor ich damit angefangen habe. Und ich habe immer gesagt, nee, das ist nichts für mich, ich ist auch viel zu statisch und ich muss doch immer poweren.

00:16:30: lisca_vet Mhm. Mhm.

00:16:52: Leona Ja, also ich musste auch erst mal hinkommen und ich musste auch durch diverse Krankheiten erst mal hinkommen und habe dann auch erst gelernt, oh wow, das tut dir richtig gut. Ich weiß noch, die erste Yoga-Stunde, das war eins zu eins mit meiner damaligen Yoga-Lehrerin. Und ich sitze vor ihr auf der Matte und sie sitzt dann ganz ruhig da und fragt einfach, was bringst du heute mit?

00:17:00: lisca_vet Mhm. Mhm.

00:17:17: Leona Und ich heul einfach nur wie ein Schlosshund. Und ich hab davor monatlich nicht geheult. Also einfach nur so funktioniert. Und dieses simple Fragen, was bringst du heute mit? Und dann dachte ich mir auf einmal, wow, mir geht es gerade echt nicht gut. Ich glaube, ich muss was tun. Allein das war schon so befreiend. Also befreiend halt auch, wenn man auch endlich einmal sein dürfte. Ja.

00:17:31: lisca_vet Mhm. Mhm. Wow.

00:17:40: lisca_vet Ich kriege gerade eine Gänsehaut. Ich glaube, zum einen, weil es mich sehr bewegt gerade, was du erzählst, dass es dir so schlecht ging damals, aber auch, dass du gesagt hast, mich befreien und ich glaube, ich muss was tun, diese Erkenntnis, und dass du da anscheinend einen Weg gefunden hast, mit umzugehen. Ich bin so ein kleiner empathischer Schwamm. Ich merke das gerade wieder.

00:17:51: Leona Ja. Ja.

00:18:07: lisca_vet Danke, dass du uns so tief da reinblicken lässt gerade. Das finde ich ganz, ganz toll.

00:18:13: Leona Gerne. Und das war dann auch meine Grundmotivation zu sagen, das, was ich selber erfahren habe, das möchte ich weitergeben. Das ist so was Wertvolles einfach. Das ist so ein tolles Tool. Und also warum? Ja, also ich will die Ausbildung machen einmal für mich, um da tiefer einzusteigen, aber ich möchte es auch weitergeben. Und das berührt mich auch immer, wenn ich da in Retreats bin und die leite.

00:18:35: Leona Wenn Menschen dann vor mir weinen zum Beispiel und dann auf einmal sagen wollen, mir heilt gerade was und ich denke mir so krass. Das ist einfach verrückt und das ist richtig schön.

00:18:42: lisca_vet Wow. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Das wäre jetzt auch ein bisschen meine Frage gewesen, nicht nur warum du das gerne machst, also warum das für dich wichtig ist, aber warum glaubst du, dass dieses Thema auch

00:18:59: lisca_vet nicht nur für dich, sondern auch für uns, jetzt mal speziell auf die Tiermedizin gerichtet, so wichtig ist. Es ist nicht Yoga per se, es ist ein Weg, um mit dem Thema Achtsamkeit sich auseinanderzusetzen, mit sich auseinanderzusetzen. Aber warum glaubst du, vielleicht auch aus diesen Erlebnissen heraus, da bin ich jetzt gespannt, was du erzählst, warum dieses Thema für uns alle eigentlich so ein wichtiges ist.

00:19:09: Leona Ja. Ich glaube. Ein voran, weil wir ein viel, viel besseres Miteinander dadurch erschaffen können. Weil wenn ich

00:19:34: Leona mich selber gut fühlen kann, wenn ich achtsam mit mir selber bin, dann kann ich das auch anderen gegenüber sein. Und auch in Momenten, wo es zum Beispiel stressig ist, ich sage zum Beispiel einfach mal so Praxisalltag, da kommt irgendwie Notfall rein, so husch, husch. Und man weiß, es kann echt teilweise richtig ruppig werden. Und ja, manche können das gut ab, manche aber auch nicht. Die funktionieren darunter auch einfach nicht und die machen zu. Also ich war auch ein

00:19:57: Leona so ein Typ, also ich glaube, ich war da so ein bisschen grenzwertig, kam immer ein bisschen auf die Situation an, konnte gut gehen, konnte aber auch eher schlecht ausgehen. Ich konnte dann auch einfach nicht meine Leistung bringen, wie ich sie eigentlich hätte bringen können. Und das ist dann halt irgendwie fatal. Und natürlich mussten gerade stressige Situationen strukturiert ablaufen, damit alles gut läuft, aber halt auch immer noch meiner Meinung nach wertschätzend und respektvoll.

00:20:25: Leona Und wenn man das für sich geschafft hat, auch in solchen Situationen so resilient zu sein und gut zu agieren, dann bringt uns das halt enorm weiter.

00:20:35: Leona Ja, und das kann man trainieren. Also das sind ja auch so Muster, die man sich vielleicht angewöhnt hat. Vielleicht auch vom ersten Job oder so, den man gemacht hat. Dann hat man das übernommen, dann gibt man das so weiter. Das sind ja alles solche Sachen, die man irgendwo durchbrechen muss für sich. Und man braucht auch das richtige Umfeld natürlich, in dem das funktioniert. Aber ich glaube schon, dass es die Tiermedizin unglaublich weiterbringen kann, wenn wir da

00:20:37: lisca_vet Mhm. Mhm. Mhm.

00:21:03: Leona Ja, irgendwie mit uns allen irgendwie achtzumal umgehen tatsächlich. Ja. Ja.

00:21:09: lisca_vet Wie ist denn deine Erfahrung dahingehend? Also ich würde jetzt behaupten, dass es gesellschaftlich durchaus, vielleicht auch in einer Bubble, in der man sich bewegt, aber dass dieses Thema durchaus eine Bedeutung bekommen hat oder auch ein Thema ist, über das gesprochen wird, eine mentale Gesundheit. Sprechen wir nicht nur in der T-Medizin, sprechen wir auch außerhalb drüber, aber natürlich auch in der T-Medizin bekommt es mehr Aufmerksamkeit.

00:21:35: lisca_vet Wie sind denn deine Erfahrungen, wenn du mit Praxen jetzt in Kontakt stehst? Siehst du da auch Veränderungen hin oder Trends hin, dass auch vielleicht Mitarbeiterinnen oder mehr mit sich mit diesen Themen auseinandersetzen? Ist das irgendwie ein Thema, bei das ihr auch mal gesprochen habt, in dem Austausch, in dem du warst?

00:21:54: Leona Ja, das, was ich mitbekomme, auf jeden Fall, also dass ein Wandel da ist und dass auch viele Praxen oder auch eben Kliniken in eine neue Richtung da gehen oder Sachen einführen, dass man sagt, hey, hier wird einfach mehr Raum für dieses Thema geschaffen. Ja, das auf jeden Fall schon. Reicht noch nicht, aber es ist auch einen guten Weg. Also ich finde es gerade so in den letzten, ich weiß nicht, vielleicht auch so seit

00:22:14: lisca_vet Mhm.

00:22:20: Leona Corona oder so. Seit ein, zwei Jahren würde ich schon sagen, dass das Thema mehr Platz findet.

00:22:30: lisca_vet Ja, cool. Das freut mich natürlich zu hören. Hast du Ideen vielleicht auch für den Praxisalltag jetzt erst mal, wie man sich da vielleicht auch mehr Raum schaffen kann für dieses Thema? Ich habe jetzt gerade mal so überlegt, du hast ja ganz viel gerade erzählt, diese Situation, stressige Situation im Praxisalltag im Notfall oder auch einfach, weil viel los ist. Gibt es da Möglichkeiten oder hast du da schon Ideen,

00:22:56: lisca_vet Wie schaffe ich mir denn als, ja, ich ist ganz praktisch mal angelegt, da Raum mal für dieses, vielleicht diese fünf Minuten durchatmen, was du gesagt hast, oder du hast auch gesagt, man kann das trainieren. Das ist die Frage, ob man das im Praxisalltag trainiert oder vielleicht erstmal außerhalb, um es dann mitzunehmen vielleicht. Wie ist da so dein Gedankengang zu?

00:23:14: Leona Also ich glaube, es fängt wieder bei einem selber an zu sagen, okay, erstmal erlaube ich mir diesen Raum zu schaffen und dann auch für sich selber zu schauen individuell, wo würde er bei mir im Arbeitsalltag denn am besten reinpassen? Ist das morgens, ist das vielleicht zwischendurch, ist das in der Mittagspause oder dann doch vielleicht am besten abends, um besser runterzukommen?

00:23:26: lisca_vet Mhm. Mhm.

00:23:39: Leona Auf jeden Fall braucht es irgendwie dann eine Struktur. Das kann ein Blocker vielleicht auch ein Terminkalender sein, wo man sagt, ah, und an den halte ich mich jetzt auch. Und es ist eigentlich immer ganz schön, wenn eine oder einer damit anfängt, dann ziehen die anderen auch mal gerne nach. So, also das inspiriert ja irgendwie auch wieder.

00:23:57: lisca_vet Okay. Mmh.

00:23:59: Leona zu sagen, ach so, ja, okay, cool, das macht da gerade jemand oder man interessiert sich dann doch mehr dafür und lässt sich da ein bisschen inspirieren. Ich habe mir zum Beispiel, als ich dann mit dem Yoga angefangen hatte und so ein paar Atemübungen hatte, habe ich in der Fahrpraxis im Notdienst immer angefangen, meine Atemübungen zu machen, wenn ich zu einem Notfall gefahren bin. Also einfach diese Wellenatmung, wie ich sie gerade beschrieben habe.

00:24:24: Leona im Auto zu machen. So, das geht ja einfach. Also wirklich auf so einen ganz tiefen Atem zu achten, anstatt jetzt oberflächlich schon, oh Gott, jetzt habe ich das am Telefon gehört, die Wunde, dann stelle ich mir die im Kopf ja schon vor, dann nähe ich die Gefühle schon zusammen und was muss ich, wie mache ich es am besten? Und mich da, also das so einzubauen und erstmal auf die Atmung zu achten, um mein ganzes Nervensystem mal runterzufahren. Und dann auch, wenn ich aussteige, wirklich

00:24:49: lisca_vet Mhm. Mhm.

00:24:51: Leona da zu sein. Also solche Kleinigkeiten, dass wenn man das im Alltag so ein bisschen außerhalb, jetzt sag ich mal direkt dem Stress übt, dann kann man es auch hinterher besser integrieren und macht es fast schon unbewusst, sag ich mal. Also so unterbewusst. Ja, genau. Ja.

00:25:11: lisca_vet Also es geht darum, genau das habe ich jetzt gerade auch noch mal rausgehört, dieses da zu sein, hast du gerade so im Nebensatz gesagt, um halt dann auszusteigen aus dem Auto und da zu sein. Ich finde das gerade total krass, weil ich war ja auch in der Pferdepraxis und für mich war das Thema, warum ich da auch rausgegangen bin unter anderem, dieses

00:25:23: Leona Hm.

00:25:30: lisca_vet immer und feier sein, immer nicht zu wissen, was auf mich zukommt, von einem Termin zum anderen zu hetzen. Genau, und dann kommt der Notfall. Und genau, was du gerade beschrieben hast, ich sitze da im Auto, ich muss da jetzt hin. Also die Zeit drängt, weil das ist ja irgendwie ein Notfall. Ich stelle mir die Wunde schon vor. Es ist sau gefährlich, was ich auf der Straße mache. Also ich habe mich an alles gehalten immer, weil ich gerade habe es, bedankt mich, bedankt sich niemand bei mir, wenn ich vor dem Baum fahre, ja. Aber dieses

00:25:54: Leona Ja. Mhm.

00:25:57: lisca_vet Ankommen und dann wirklich da zu sein in diesem Moment und dann ja auch das abrufen zu können, was vielleicht alles mal gelernt wurde, was irgendwo im Kopf schlummert, da bin ich tatsächlich damals super schwer hingekommen. Also ich habe irgendwas abgerufen, das hat immer alles geklappt.

00:26:13: lisca_vet Es war nie cool, es war nie in dem Moment einfach sein. Und ich glaube damals hätte ich mir diesen Tipp mal dieses Atmen gewünscht schon zu haben. Ich habe das Thema Atmung, das ist ja vielleicht auch nochmal ein anderer Aspekt für die, die uns zuhören und sagen immer noch mit dem Yoga will ich mich gar nicht so reinarbeiten. Okay, also ich persönlich fand das gerade schon super spannend und werde mich da nochmal ein bisschen mit beschäftigen. Ich kenne aber auch

00:26:37: lisca_vet aus einem anderen Zusammenhang gerade. Privat im Umfeld ist jemand, dem macht eine Atemtherapie Ausbildung. Also einfach dieses Thema Atmung halt, das ist schon gesagt, medizinisch macht das total Sinn. Und man merkt einfach, was es macht, wenn der Körper mehr Sauerstoff hat, weniger CO2 hat und dieser Moment in sich da reinzuhorchen. Und ich glaube, ich hätte mir das echt gewünscht, damals das schon gewusst zu haben, weil dann wäre vielleicht auch einiges anders gelaufen.

00:26:43: Leona Hm. Ja. Ja.

00:27:05: lisca_vet Das ist schon mal ein schöner Tipp, also für die Kolleginnen, die uns jetzt zuhören und durch die Gegend fahren, schon mal der erste konkrete Tipp, vielleicht auf dem Weg zum nächsten Notfall. Hast du weitere Ideen vielleicht, wo man für sich mal anfangen kann, in dieses Thema einzusteigen erst mal? Man muss ja jetzt noch gar nicht voll rein, sondern, genau, es ist ehmals die fünf Minuten, um mal ganz klein anzufangen und bei sich zu starten. Ja.

00:27:14: Leona Ja.

00:27:30: Leona Es ist immer so schwer, so eine Pauschalidee zu geben. Aber ich glaube, dass die Frage, die ich immer auch bei Coaches gerne stelle, ist, was brauchst du? Also was brauchst du? Ist es jetzt wirklich eine Pause oder ist das irgendwie was ganz anderes? Und man weiß das schon selber. Man muss sich wirklich nur, man darf sich mal die Zeit nehmen, das zu hinterfragen und auch ehrlich zu beantworten.

00:27:34: lisca_vet Ja, ja.

00:27:56: Leona Und dann zu schauen, was ich gerade brauche und was mir wirklich weiterhilft in dem Moment. Wo bekomme ich das jetzt unter im Alltag? Und ich glaube, wir haben die Zeit. Also ich kann diese fünf Minuten am Handy rumdatteln und mein, ich sag mal, mein Nervensystem noch mehr stressen, weil da alles Mögliche ausgeschüttet wird oder ich kann diese fünf Minuten anders nutzen.

00:28:19: Leona und diesen Kreislauf mal zu durchbrechen für sich selbst, um rauszufinden, was tut mir jetzt wirklich gut. Das hilft wirklich und das kann auch einfach hinsetzen und mal Augen schließen für eine Minute. Und das macht viel aus. Das macht wirklich richtig viel aus, dass man da wirklich auch bei sich anfängt. Das ist eigentlich mein größter Tipp, immer bei sich selber anfangen, was brauche ich gerade.

00:28:19: lisca_vet Mhm. Mhm. Mhm.

00:28:45: Leona Und sich ansonsten auch, wenn man wirklich merkt, weil das ist ja auch so dieses, dann kommt oft, ich weiß es nicht mehr. Also wenn wirklich jemand so weit ist, dass man so den Zugang zu sich selbst verloren hat, dann schafft man es manchmal nicht allein und sich dann auch Begleitung oder Support mit rein zu holen.

00:28:53: lisca_vet Stimmt.

00:29:04: Leona mal eine Coaching-Session machen, das hilft schon unfassbar viel. Ich beschreibe das Coaching auch immer gerne so, das hilft dir weder einen Rahmen zu geben oder deinen Wald voller Bäumen wiederzusehen, ne, durch ein paar Fragestellungen. Das holt dir eigentlich nur das hervor, was schon in dir ist, nur du selber kommst grad nicht dran, so an diesen Schlüssel von der Schatzkiste, wie auch immer man sich das jetzt vorstellt, aber

00:29:30: Leona Im Coaching ist ja auch nie das, dass dir jemand sagt, wie du es machen sollst, sondern dass dir jemand hilft, herauszufinden, wie du das für dich am besten lösen kannst. Und sich da eventuell auch Support zu holen.

00:29:44: Leona finde ich toll. Also ich nehme sowas immer wieder in Anspruch und ich liebe das, weil das ist einfach magisch. Das ist wirklich toll, was man da über sich selber lernt. Und sich dann auch zu trauen, sich selber mehr kennenzulernen.

00:29:55: lisca_vet Ja, ja. Mhm.

00:30:00: Leona als Mensch und was man braucht und wie man funktioniert. Ich finde das total toll. Es ist manchmal ein bisschen unbequem, wenn man dann ein bisschen aufräumen darf, weiß ich selber, aber das bringt einen so unfassbar viel weiter. Es ist nicht nur persönlich, sondern am Ende des Tages auch beruflich.

00:30:19: lisca_vet Ja, total. Also das kann ich nur unterstreichen. Ich habe tatsächlich auch schon Coaching-Sessions gehabt. Tatsächlich mehr im Unternehmen, also businessorientiert damals, also in meiner Rolle, in meiner Arbeit. Ich habe es tatsächlich auch immer Aufräumen genannt. Ich habe dann meinen Coach angerufen und gesagt, du, wir müssen mal wieder aufräumen.

00:30:37: Leona Ja. Hm.

00:30:38: lisca_vet Und das war auch nur von Zeit zu Zeit. Ich hatte eine Zeit lang das kontinuierlich gemacht, aber mehrere Monate immer wieder. Und dann habe ich das nur noch so im Bedarfsfall gemacht. Und das kann ich sehr unterstützen. Und ich finde es auch ganz wichtig, vielleicht noch mal zu sagen, wenn man das alleine eben nicht mehr schafft, wenn man diesen Zugang nicht mehr hat da, dass es so mehr als okay ist, sich mal von außen Unterstützung zu holen.

00:31:07: Leona Total, total. Ja, und es ist mir auch nochmal wichtig, gerade für die Teammedizin zu sagen, weil als ich die Business Coaching Ausbildung gemacht habe, war ich ja mit so vielen anderen Branchen zusammen, Autoindustrie und so weiter, Steuerfachkräfte. Und bei denen war das normal. Die wurden selbst in diese Ausbildung geschickt von ihrem Arbeitgebenden, das war noch nicht mal eigenfinanziert.

00:31:09: lisca_vet Man muss es nicht alleine machen.

00:31:34: Leona Und da habe ich festgestellt, so, boah, die anderen Branchen sind teilweise so weit. So, da ist es total normal, dass jeder irgendwie einen Coach an der Seite hat oder sich hier nochmal weitergebildet hat. Und das wünsche ich mir für die Tiermedizin auch, dass das normal wird und wertgeschätzt wird. Und ja, man auch sieht, wie weit das dann im Prinzip alle bringen kann, nicht nur die einzelne Person, sondern wirklich auch das ganze Umfeld.

00:32:03: Leona Ja, deswegen da nur Mut. Man nimmt super viel einfach draus mit, wirklich. Ja. Ja.

00:32:09: lisca_vet Du hast gerade so viel schon erzählt. Dieses bei sich selber anfangen, ich glaube, das nehmen wir auf jeden Fall mit. Dieser eine Moment, diese eine Minute, das ist ja schon, eine Minute ist ja wirklich gar kein Zeitaufwand. Und du sagst, das kann ganz viel verändern, schon eine Minute, einfach mal die Augen schließen, mal atmen.

00:32:27: lisca_vet Also wenn man keine Technik dahinter hat, dann reicht es vielleicht einfach mal zu atmen. Und sich dessen bewusst zu sein und mal die Reize von außen runter zu fahren. Das glaube ich nämlich auch, das ist so dieser Minimalaufwand, den man machen kann. Ich kann mir vorstellen, dass das auch in einem vollen Praxisalltag irgendwo möglich ist. Und wenn man es auf dem Klo macht, das ist aber so meine Minimalidee, um es jetzt mal ganz glatt zu sagen. Wenn du auf der Toilette sitzt und ich weiß aus eigener Erfahrung,

00:32:33: Leona Ja. Ja.

00:32:57: lisca_vet dass manchmal das Toilettegehen schon das notwendige Übel ist, was man irgendwann weiß gar nicht mehr anders geht, macht. Und dann behaupte ich mal, ist es eigentlich schon zu spät. Also ich kenne das von mir selber immer dieses, boah, jetzt habe ich das echt. Also wenn, ne, warum schiebe ich das so lange raus? Was ist so wichtig, dass ich, ja, aber dann sich selbst diesen Moment dann zu nehmen und zu sagen, ich habe immer kurz durchgemacht, die Augen zu, weil auf die Minute kommst du dann wirklich nicht an. Und dabei sich anzufangen, ja.

00:33:04: Leona Ja. Ja. Ja.

00:33:21: Leona Ja, genau. Und das ist ja, ja, und das ist ja auch, wenn man sich alleine das vorstellt und ich kenne das, so Toilette, naja gut, das ist ein Grund. Das ist aber jetzt mal wirklich, es ist ein Grundbedürfnis von uns Menschen, so wie Essen und Schlafen. Und wir würden niemals, noch mal wie von Anfang an, unserer besten Freundin, unserer Mutter oder unserem Haustier sagen, nee, also jetzt mal Toilette, nee, ist nicht. Jetzt musst du aber nochmal zwei, drei Stunden weiter durchackern.

00:33:37: lisca_vet Ja. Ja. Mhm.

00:33:52: Leona Also wirklich mal da tief reingehen und hinterfragen, so wow, also warum bin ich so wenig achtsam mit mir selber, dass ich mir ein Grundbedürfnis untersage und dadurch dafür sorge, dass es mir schlecht geht, weil es wird mir irgendwann schlecht gehen, weil es tut weh. Und dann geht der Kreislauf ja weiter. Dann kann ich auch keine Leistung mehr bringen. Wie?

00:34:17: Leona Es geht mit Ernährung und so ja auch weiter. Also das ist im Prinzip ein Riesenfass, was man da aufmachen kann. Ja, also ja, voll. Ja.

00:34:17: lisca_vet Ja. Total. Ja, und da vielleicht einfach mal in sich reinzufühlen, auch mal zu reflektieren, wie gehe ich da eigentlich, also das ist jetzt mal der, also würde ich jetzt gerade tatsächlich mal mitnehmen, dieser Minimalansatz tatsächlich mal zu gucken, vielleicht so einen Check mal zu machen mit sich selber,

00:34:47: lisca_vet Wie gehe ich alleine mit diesen Bedürfnissen um? Wenn jetzt jemand sagt, hey, das läuft alles, ich esse gut, wenn ich es brauche, ich gehe auf Toilette, ich kann schlafen.

00:34:57: lisca_vet ist es total toll. Ist natürlich trotzdem kein Grund, das fällt auch nochmal jetzt, also finde ich ganz auch wichtig, ich finde immer mit diesem Thema wichtig, alles aufzumachen. Trotzdem kann es einem nicht gut gehen. Das ist nur nochmal, weil ich das jetzt gerade nicht runtersprechen wollte oder nicht, ja ich sag mal neutralisieren wollte, sondern trotzdem kann es einem ja in seiner Situation nicht gut gehen oder man merkt halt trotzdem ist das nicht okay. Das eine läuft, Grundbedürfnisse funktionieren, da bin ich nett mit mir, aber darüber hinaus ist trotzdem was im Argen.

00:35:06: Leona Hm. Ja. Genau. Ja. Ja.

00:35:26: lisca_vet Und ich finde das, was ich immer so krass finde, gerade in diesem Kontext, das gerade gesagt, mit sich selber achtsam sein, auch mit den Mitmenschen dann achtsamer umgehen zu können. Ich finde das krasse immer, das ist so meine Beobachtung in diesem tiermedizinischen Bereich, dass wir trotzdem uns abverlangen, mit unseren Patienten maximal empathisch umzugehen und fürsorglich zu sein und das auch meistens irgendwie schaffen. Wenn wir das nicht mehr schaffen, ich glaube, dann ist wirklich was,

00:35:51: Leona Hm. Ja. Ja.

00:35:55: lisca_vet Wirklich war es aus allem Gleichgewicht raus oder aus dem Rahmen gefallen, dass wir den Rahmen schaffen. Aber das finde ich mal so krass, dass wir uns das immer noch abverlangen können und das auch irgendwie tun, aber uns selber so komplett da rausnehmen und hinten anstellen und auch die Mitmenschen dann. Alles ist da wichtiger und der Patient, das ist der Fokus 100 Prozent.

00:36:18: lisca_vet Das ist auch das, was ich als Kollegin immer hoch anrechne, höchst anrechne, aber was natürlich nur eine gewisse Zeit lang auch geht. Und irgendwann ist es halt leer, dieser Fürsorge-Akku, den wir haben, der nur noch auf den Patienten geht, aber sich selber halt überhaupt nicht betrifft. Das ist so meine Beobachtung gewesen, immer wieder. Also von mir selber tatsächlich und aber auch bei Kolleginnen, die dieses Thema auch dann mehr und mehr beschäftigt.

00:36:29: Leona Ja, genau.

00:36:44: Leona Ja, voll. Ich nenne es gern auch Weltretterin. Der Begriff ist mir, ich habe mich seit einem Jahr jetzt von einem Institut in der Schweiz begleiten lassen, die mit so einem Human-Health-Design arbeiten. Es war auch in Richtung Ernährung und so und es war ganz spannend, weil sie einen schon sehr genau analysiert haben und dann natürlich auch rauskam, du bist so eine Weltretterin.

00:36:52: lisca_vet Oh, ja.

00:37:08: Leona Da hat mein Berater auch immer gesagt, naja, wenn jemand die Welt retten könnte, dann hätte er schon längst getan. Aber dieses immer wieder für andere und für machen bis zur Selbstaufgabe und das auch zu erkennen und sich da wieder auch zu führen und zu sagen, ja, kann ich machen.

00:37:21: lisca_vet Ja.

00:37:25: Leona Darf ich auch? Ist auch gut, so zu sein. Aber dieses eigene Akku immer wieder aufladen, weil sonst hilfst du halt am Ende des Tages auch niemandem mehr, weil du leer bist. Und ich glaube schon, dass wir TiermedizinerInnen, so alle, die in der Branche arbeiten, einen großen Anteil an diesem Weltrettertum haben. Sonst hätten wir diesen Beruf nicht gewählt. Und ja, dass wir da alle lernen dürfen, da ein bisschen mehr Balance reinzubringen, auch für uns selber dann.

00:37:55: Leona Ja. Ja. Ja. Ja. Genau. Ja. Sehr schön. Ja, das glaube ich.

00:37:56: lisca_vet Ja, da bin ich voll bei dir. Also das ist, ja, schöner Begriff, Weltretterin. Ja, aber sich selber halt nicht retten. Das ist jetzt halt die Aufgabe, genau, die Balance zu finden. Du hast ganz viel bei mir, ganz viele Impulse gesetzt, was so auch die Reflektion angeht. Und ich hoffe bei unseren ZuhörerInnen auch. Wir sprechen ja hier immer ganz viel über, auch über diesen Business-Kontext und auch

00:38:27: lisca_vet auch der Weg raus aus der Praxis auch eine Möglichkeit sein kann, um gewisse Themen nicht zu haben. Aber ich finde es auch genauso wichtig in der Praxis, wenn jemand sagt, nein, das ist mein Bedürfnis, das zu machen, diese Stärke zu entwickeln, um das lange machen zu können. Deswegen finde ich es total cool, dass du uns hier so ein paar Themen und Impulse mit auf den Weg gegeben hast. Und ich hoffe, dass da auch für unsere Mitarbeiter

00:38:38: Leona Ja. Ja. Das hoffe ich.

00:38:47: lisca_vet Ja, ZuhörerInnen, Kolleginnen, welche Rollen auch immer es sind in den Praxen, einiges dabei waren, bin mir sehr, sehr sicher, dass da einige Impulse waren. Bevor ich gleich dir die Abschlussfrage stelle, die ich jedem meiner InterviewpartnerInnen bisher gestellt habe, würde ich gern nochmal

00:39:08: lisca_vet von dir hören, was du, ich glaube, das weiß ich gar nicht, wer das so besprochen hat, aber ich würde gerne wissen, was du machst oder auch vielleicht anbietest, wenn jemand Kontakt mit dir aufnehmen möchte, wie du vielleicht auch in diesen Bereichen helfen kannst oder möchtest. Wenn du möchtest, darfst du ein bisschen was dazu erzählen nochmal, weil das würde mich auch interessieren, das weiß ich nämlich gar nicht. Wir machen ja mal Vorgespräche, aber ich glaube, da sind wir gar nicht so tief reingegangen, was du eigentlich auch anbietest, weil du hast schon erwähnt, du machst Yoga, Retreats hast du genannt, du hast auch

00:39:24: Leona Ja. Ja. Ja.

00:39:37: lisca_vet Cochise erwähnt. Was machst du denn in dem Bereich?

00:39:39: Leona Ja, genau. Also ich mache das nebenher für mich einfach im Kleinen, dass ich Events mache, also einmal Yoga-Retreats. Hat zum Beispiel letztes Jahr in den Schweizer Alpen mitten in den Bergen auf einer Hütte ein Yoga-Retreat gegeben. Schon auch Yoga-Lastic, aber auch viel mit Coaching-Impulsen und so ein paar Sachen,

00:40:04: Leona die wir gemeinsam machen. Und ich bin da aber auch immer gerne dazu für eins zu eins Gespräche. Also mir geht es dann einfach immer nur immer darum, Raum für Menschen zu schaffen, um runterzukommen. Ja, und wieder diesen Zugang zu sich selber zu finden. Ich mache solche Events dieser Art aber auch für im Radlbereich. Also ich selber bin großer Fan vom Radfahren, von der Langdistance, gehe für Bikepacken und wenn ich Urlaub habe, sitze ich eigentlich nur am Rad.

00:40:29: lisca_vet Mhm.

00:40:33: Leona Auch solche Events mache ich im Kleinen, das ist meistens dann im Campingbereich, dass man sich dort trifft, manchmal teilweise auch mit Vorträgen von externen Referenten, etc.

00:40:48: Leona Zeitgleich biete ich aber auch an, mit mir zusammenzuarbeiten in einem 1 zu 1 Coaching. Also wenn wirklich jetzt jemand sagt, hey, ich weiß grad irgendwie nicht weiter, ich hab so ein bisschen mein Hashtag ist trustyourpathoflife. So ich möchte auf diesen Pfad irgendwie zurückfinden, dann begleite ich Menschen da sehr, sehr gerne.

00:41:01: lisca_vet Mmh.

00:41:06: Leona entweder wirklich in Coaching Sessions, also sag ich mal das klassische Coaching oder aber auch eben und ich kombiniere es halt gerne zu sagen, hey, ich gebe dir jetzt die und die Tools an die Hand mit Atemarbeit oder auch wirklich Yoga, Yoga Haltung, dass man sich gemeinsam zum Beispiel virtuell trifft, mal gemeinsam Yoga macht, ich so einen kleinen Plan runterschreibe, dass man vielleicht mal einsteigen kann, dass man weiß, hey, was würde mir jetzt gut tun, sowas biete ich auch an.

00:41:32: lisca_vet Wow. Wie heißt er?

00:41:33: Leona Genau. Und ich habe einen Podcast und einen Blog, wenn man da mal reinhören mag. Im Podcast gebe ich auch immer super gerne Impulse zu so manchen Themen. Trust Your Path of Life, der Heimatnomaden-Podcast, weil unter Heimatnomaden, das ist mein Pseudonym, habe ich vor ein paar Jahren meinen Blog eben gegründet. Da kann man auch

00:41:54: Leona Oh Gott, wenn man da mal ein paar Jahre alte Artikel liest, mein Struggle mit der Doktorarbeit mal nachlesen, mit allem, mit meinem Weg und irgendwie. Ja, da habe ich immer viel, so ein bisschen Tagebuch schreiben, drüber geschrieben. Ja, genau. So. Ja, gerne. Ja.

00:42:05: lisca_vet Mhm. Cool. Ja, ich schlag vor, wir schreiben da diese paar, also die Sachen mal, die Adresse und so von deinem Blog und alles, was du mitgeben möchtest, in die Show Notes. Dann kann man da gerne drauf zugreifen. Und das ist ja ganz, ganz fantastisch und spannend. Da werde ich auch mal reinlesen, glaube ich. Ich kriege ja immer so ein bisschen mit, was du zum Beispiel auf LinkedIn auch schreibst. Das sind ja auch ganz viele Themen. Und man möchte ja immer denken, dass LinkedIn rein nur Business ist und immer alles ist heile Welt und toll. Aber du berichtest ja auch ganz viel von deinen

00:42:24: Leona Ja. Ja. Sehr schön, danke. Ja, genau.

00:42:35: lisca_vet von deinen Touren und von den Gedanken, die du da hast und was du erlebst und auch was das mit der Achtsamkeit und sowas mit dir macht, das fand ich immer ganz inspirierend. Wir haben eben schon gesagt, deine letzte Geschichte über das Rad-Event und die Knödel, also dringende Empfehlungen der Leona dazu folgen und sich das anzuschauen, weil das aber sehr inspirierend auch ist.

00:42:55: Leona Ja. Ja.

00:42:59: lisca_vet Ja, richtig cool. Ja, Leona, ich würde so lange bis zum Ende kommen und habe eine Abschlussfrage, das ist mal die Zukunftsfrage, die Branche betreffend. Welche Veränderungen oder Trends in der Tiermedizin siehst du denn als besonders vielversprechend an, auch um die Branche zukunftsfähig zu gestalten?

00:43:23: Leona Gründer innen mit Mut, Dinge anders zu machen. Ja, ganz, ganz doll. Also wirklich.

00:43:30: Leona die Menschen, die sagen, ich habe Bock auf die Praxis, ich möchte unbedingt drin bleiben, dass die den Mut finden und auch die Kraft, weil Gründen kostet immer Kraft, so egal in welchem Bereich, das wissen wir beide, dass sie sagen, ja, mache ich und ich traue mich auch, die Dinge anders zu machen, wie ich sie vielleicht von meinem ersten Chef, zweiten Chef oder whatever gelernt habe. Und ich kreiere hier ein Konzept, in dem die Tiermedizin nachhaltig

00:44:00: Leona bestehen kann. Das, das glaube ich, ja, wäre richtig, richtig toll. Denke ich selber manchmal drüber nach. Im Moment sehe ich mich da noch nicht. Müsste ich noch ein bisschen, ja, sesshafter werden, vielleicht. Aber das wäre schon auch was, was mich reizen würde. Und ich kann wirklich nur alle, die sagen, ich möchte in der Branche bleiben, dabei supporten.

00:44:13: lisca_vet Ich auch. Ja, bist du.

00:44:24: Leona Ja, weil ich glaube, da geht auch jeder für sich selber immer so ein bisschen seinen Struggle Weg, zu sagen, ich bin nicht mehr in der Praxis und bin ich noch richtige Tierärztin. Das ist ja auch noch mal so ein Thema. Und ja, man ja, ja, ja, ja, ich stehe oft genug in Gedanken da und behanle einen Koliker oder flick eine Wunde. Ich will es nie verlieren. Aber ja, ja, aber das fände ich für die Zukunft der T-Medizin. Das wäre wegweisend. Finde ich wegweisend. Ja, genau. Und kann ich nur supporten.

00:44:53: lisca_vet Das lässt mir so stehen. Ich sag da nichts zu, weil ich finde, das steht für sich. Und doch, außer dass ich da genau mit dir übereinstimme. Das ist ganz, ganz wichtig. Ich sehe auch die ein oder anderen schon, die neue Wege einschlagen. Da macht es total Sinn, sich mal ein bisschen umzuschauen, wenn man auch Inspiration sucht.

00:45:09: Leona Ja. Sehr schön.

00:45:13: lisca_vet Vielleicht ist der oder die eine oder andere demnächst auch hier zu hören. Ein kleiner Spoiler an der Stelle. Also macht auf jeden Fall Sinn. Es gibt schon ein bisschen, wenn man Inspiration haben will, was zu diesen Themen und finde ich total spannend und wichtig. Liebe Leona, ich danke dir total für das Gespräch. Das hat mich sehr inspiriert.

00:45:33: lisca_vet Ich werde wahrscheinlich gleich ein bisschen reflektieren und vor allem was essen, weil ich habe noch nichts gegessen und es ist ein Grundbedürfnis und habe selber mich ertappt, es wieder von mir her geschoben zu haben, weil es mir wichtig war, jetzt wird dir den Podcast ordentlich zu machen. Und die fünf Minuten hätte ich wahrscheinlich gefunden. Erster Impuls schon, wird jetzt direkt in die Praxis umgesetzt. Wow.

00:45:40: Leona Ja. Ja. Tankst du das Auto vor der Fahrt oder nach der Fahrt? Das ist immer, ja, Frühstücken, tanken. Der Tag wird voll genug, ja.

00:46:06: Leona Ja, ich sag ja, Ernährung ist auch nochmal ein großes Fass, was man aufmachen kann und das geht ganz viel unter in der Praxis. Leider, schrecklich, aber ja. Hoffentlich. Sehr gut. Ich danke dir.

00:46:06: lisca_vet Das nehme ich jetzt sofort mit. Ja. Ja, aber vielleicht ändert sich das jetzt durch unser Gespräch und die ein oder andere hat vielleicht, wie gesagt, ich auch. Ich werde das jetzt gleich drück machen.

00:46:24: lisca_vet Ganz, ganz lieben Dank, Leona. Ganz, ganz inspirierend. Ich danke dir für die Impulse. Und wie gesagt, wir werden deine Kontaktmöglichkeiten, dein Blog und sowas alles in den Show notes verlinken. Also wer da Interesse hat, mal reinzulesen, sich mehr mit Leonas Arbeit zu beschäftigen oder Kontakt zu suchen, ist, glaube ich, herzlich eingeladen. Und dann wenden wir das Gespräch an dieser Stelle. Und ich sage tschüss, bis zum nächsten Mal.

00:46:49: Leona Ja. Tschüss und danke.

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