Herausforderungen, Wachstum und warme Hände
Shownotes
Katharina und Sonja feiern zwei Jahre Podcast und reflektieren über die Höhen und Tiefen der Selbstständigkeit. Welche Herausforderungen haben sich verändert, welche bleiben hartnäckig? Wie geht man mit Druck, Selbstzweifeln und der Vermischung von Arbeit und Privatleben um? Und welche kleinen, aber genialen Lösungen können manchmal den Alltag leichter machen – von KI-Tools bis zur beheizten Computermaus.
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00:00:00: Sonja Hegel Hahahaha!
00:00:02: Kathi Wir haben ja gerade Februar 2025. Und ein kleiner Blick in die Historie unserer Podcast-Folgen hat mir gerade eine kleine Überraschung beschert, mit der ich nicht gerechnet hatte. Sonja, ist dir klar, dass wir die erste Podcast-Folge im Februar 23 hochgeladen haben? Das heißt, einfach mal vor zwei Jahren,
00:00:31: Sonja Hegel Happy birthday to you. Yes! Ja, wir haben Geburtstag, Kathi. Wir sind zwei Jahre alt geworden. Nein, das war mir überhaupt nicht klar, ehrlich gesagt. Da siehst du wieder mal, wie wir in unserem kleinen Hamsterrädchen hier rumlaufen und solche wichtigen Daten nicht auf dem Schirm haben. Wie geht denn sowas?
00:00:55: Kathi Ja, ich finde es auf der einen Seite nachvollziehbar, weil es fühlt sich gleichzeitig noch länger her und gleichzeitig viel kürzer an. Also das kann ich nicht so ganz sortieren. Also ich würde sagen, mein Zeitgefühl ist ein bisschen lost, aber eine Mischung aus beidem.
00:01:02: Sonja Hegel Ja.
00:01:12: Sonja Hegel Ja, geht mir genauso. Also irgendwie ging es jetzt superschnell und irgendwie sind es dann doch auch zwei Jahre. Hammer. Also das ist Wahnsinn. Also an dieser Stelle mein Dankeschön an dich für die coolen Gespräche, die wir in den letzten zwei Jahren hatten. Wir haben ja kurz jetzt geguckt, weil so überrascht, wie wir da reingestolpert sind. Es sind 45 Folgen online gegangen, was ich ziemlich cool und krass finde. Und ja, vielen Dank an dich für den Austausch.
00:01:41: Kathi Ja, ich freue mich auch. Und vor allen Dingen, ich muss sagen, wir haben letzte Woche ja nochmal darüber gesprochen und man spricht ja auch immer darüber, was möchte man mit so einem Podcast eigentlich bewegen? Warum macht man das eigentlich? Und ich muss sagen, na ja, mit am meisten habe auch ich profitiert von unseren Gesprächen einfach, weil ich hier immer die Impulse mitnehmen kann. Dafür lohnt sich das auf jeden Fall schon.
00:02:03: Kathi Und wenn unser Podcast zwei Jahre alt ist, dann heißt das, dass meine Praxis noch ein Jahr älter ist. Also dass ich sozusagen jetzt im vierten Jahr in der Selbstständigkeit bin. Auch das ist irgendwie schwierig und ich finde, dass das eine gute Überleitung ist zu unserem heutigen Thema. Denn einige Herausforderungen konnte ich schon lösen und habe sie nicht mehr als tägliche Herausforderung.
00:02:24: Sonja Hegel Mhm.
00:02:30: Kathi Und andere Sachen fordern mich irgendwie wie am Anfang heraus. Also das ist dann so ein bisschen so, Leute, seid ihr noch länger am Start? Könnt ihr mal gehen? Also ich habe so ein paar Sachen, die mich immer noch herausfordern. Und ich glaube, darüber können wir heute am besten mal sprechen. Das haben wir ja so in der letzten Folge mal ein bisschen anklingen lassen.
00:02:50: Kathi Würdest du sagen, dass im Laufe deiner Gründung oder in den letzten zwei Jahren sich deine Herausforderungen geändert haben? Oder ist es auch so, dass du so alte Bekannte hast, die dabei sind?
00:03:02: Sonja Hegel Spannende Frage. Ja, also ich glaube schon, dass über die letzten Jahre, bei mir sind es jetzt auch, das muss ich einmal gerade rechnen,
00:03:13: Sonja Hegel 22, 23, 24, also auch drei Jahre, die ich jetzt in meiner Selbstständigkeit bin. Genau, gibt es natürlich Sachen, die am Anfang irgendwie relevant hatten, die irgendwie eine Herausforderung waren, irgendwelche Probleme im Alltag, in der Umsetzung, Projekte, Produkte, was auch immer, die mich sehr gechallengt haben und die ich aber immer so ein bisschen lösen konnte unterwegs und stehe natürlich, ich glaube, das ist ja auch so die Essenz dieser Selbstständigkeitsthematik, jeden Tag trotzdem von neuen Herausforderungen und neuen
00:03:43: Sonja Hegel ganz konkreten Fragestellungen und Problemen, die gelöst werden müssen. Und dann gibt es aber natürlich auch so ein paar Sachen, die, ja, die mich und wahrscheinlich, ich vermute mal, dich auch schon länger begleiten. Ich glaube, wir können mal direkt so einsteigen, haben wir vielleicht auch schon mal ein bisschen an anderer Stelle schon ein bisschen reingeguckt in dieses Thema, naja, diese Selbstständigkeit,
00:04:07: Sonja Hegel Es ist ja eine Art zu arbeiten in der Selbstständigkeit, das ist irgendwie nochmal ganz anders, als ich es gewöhnt war aus dem Arbeitnehmerverhältnis, als ich angestellt war, beziehungsweise dann gibt es auch ein paar Parallelen, weil ich hatte zu so einem, ja, ein bisschen Virkulismus damals gelebt.
00:04:25: Sonja Hegel tendiert habe und das auch meine Selbstständigkeit mich sehr begleitet hat. Wir haben auch schon mal ein bisschen über Self-Care und Mental Health gesprochen. Also das sind so Themen, an denen ich nach wie vor arbeite und was mich immer noch jeden Tag herausfordert. Eigentlich dieses Thema, ja die Selbstständigkeit und die Abgrenzung vielleicht auch zum Freizeitthema, zum Privatleben und so weiter. Ja.
00:04:49: Kathi Aber super spannend, weil wenn ich dir jetzt so zugehört habe, hat man ja so zwei verschiedene Herausforderungskategorien im Endeffekt. Also einmal die Herausforderung für einen selbst als Person, mit dem Leben als selbstständige Person und quasi als Unternehmerin und als irgendwie vielleicht sogar Arbeitgeberin und so.
00:05:03: Sonja Hegel Mhm.
00:05:10: Kathi Und einmal halt tatsächlich berufliche Herausforderungen, wie das kann jetzt sein, wenn ich eine stationäre Praxis gründe, nehme ich Röntgengerät A oder nehme ich Röntgengerät B, was am Anfang halt irgendwie wie so eine unlösbare Aufgabe teilweise Sachen erscheinen und sagt, okay, das bekomme ich nie hin.
00:05:30: Kathi Und irgendwie hat man dann so eins nach dem anderen gelöst, und ich find's grad superspannend, weil während du so geredet hast, sind so ganz viele kleine Probleme, also in Einführungsstrichen klein, die waren damals, haben sie sich riesig angefühlt und ich gedacht, keine Ahnung, bei mir zum Beispiel die Frage, wo find ich denn jemanden, der für mich das Mineralfutter herstellt, ne? Also, wie find ich einen Händlerkontakt zum Beispiel? Das war für mich damals eine riesen Herausforderung. Heute, wenn ich eine neue Rezeptur haben will, schreib ich meine Ansprechpartnerin in der Firma und sag,
00:05:48: Sonja Hegel Mhm. Mhm.
00:05:58: Kathi Hallo, ich habe mir was Neues ausgedacht. Bis wann könnt ihr das fertig machen? Hier ist die Rezeptur. Bitte berechne mir, was das kostet. Ich hätte gerne so und so vier Kilo. Und dann wird das an meinen Logistiker geschickt. Oder halt auch so, dass wir einen digitalen Fragebogen haben. Ich glaube, das war so für uns damals so eine Herausforderung, das umzusetzen. Und als wir jetzt gebrainstormt haben, also beziehungsweise als ich für mich gebrainstormt habe, sind mir zum jetzigen Zeitpunkt fast nur
00:06:28: Kathi Ja, so private Herausforderungen, also so quasi für mich, mit meinem Alltag, mit meinem Arbeitsalltag, das, was du jetzt am Eben anklingen hast, Lassen, so, dass ich das Gefühl habe, ich selbst bin manchmal meine größte Herausforderung, also so.
00:06:31: Sonja Hegel Mhm. Mhm.
00:06:43: Kathi für mich sicher am herausforderndsten manchmal anfühlt. Und die anderen Sachen, dann denke ich so, ja, das konnte ich ja irgendwie alles lösen. Aber dabei kamen sie einem in dem Moment so groß vor. Und wenn man dann halt zurückblickend betrachtet, ist man so, ich habe ja eine Lösung gefunden. Also das ist so schön.
00:07:01: Sonja Hegel Ja, abgefahren, oder? Ich finde es auch total spannend, wie... Ich würde das als Wachstum bezeichnen, damit auch viel entspannter zu werden. Da kommt eine neue Herausforderung, da kommt ein neues Problem. Dann guckt man kurz zurück und denkt, was habe ich schon alles gelöst? Krass, dann werde ich das auch noch irgendwie lösen. Dann ist aber immer noch das Thema Persönlichkeit und ich selber, das ist auch die größte Herausforderung. Geht mir genauso wie dir, glaube ich.
00:07:31: Kathi Mhm. Ja, weißt du.
00:07:31: Sonja Hegel Was sind denn da deine, deine Themen mit für dich?
00:07:35: Kathi Also ich glaube, zum aktuellen Zeitpunkt ist für mich die größte Herausforderung, berufliches und privates zu trennen. Also man muss ja dazu sagen, ich arbeite zu 100 Prozent im Homeoffice aktuell. Und dadurch habe ich natürlich immer die Möglichkeit, kurz noch mal zum Computer zu gehen oder den Laptop noch mal mit rüber auf die Couch ins Wohnzimmer zu nehmen. Und dadurch vermischt das irgendwie so. Und das nimmt einfach in meinem Kopf
00:08:04: Kathi immens viel Raum ein, was ich noch machen könnte, was die Perspektiven sind. Das heißt, es ist halt zum einen die räumliche Trennung, aber auch zum anderen das Thema in meinem Kopf, dass ich halt das Gefühl habe, ich habe nie Feierabend, weil immer irgendwas auf meinem Zettel ist.
00:08:22: Kathi worüber ich gerade noch nachdenken kann und dass dadurch so im letzten Jahr ich weniger Privatleben tatsächlich hatte, weil ich gedacht habe, du hast deine To-Do's noch nicht geschafft und deswegen kannst du nicht erlauben, jetzt Freizeit zu machen, was natürlich total doof ist in einem Unternehmen, wo die To-Do-Liste, wenn man ehrlich ist, nie endet. Also es gibt ja kein,
00:08:44: Sonja Hegel Ich wollte es gerade sagen.
00:08:47: Kathi Nö, es gibt ja nicht den Moment, wo man sagt, alles klar, 20 Uhr, keine Ahnung, du arbeitest als Bäckereifachverkäuferin oder so und sagst, okay, jetzt wird der Laden zugeschlossen und ich kann de facto keine Brötchen mehr verkaufen. Den Moment hast du ja nicht. Das heißt, du hast ja einfach nicht, also ich hab nicht einfach so ein Aufgabengebiet, was ich fertig machen kann. Wenn ich ein Projekt abgeschlossen hab, ja, dann kann ich mir ein neues anleihen ziehen. Und ich bin ja leider, in Anführungsstrichen, mir fallen ja neue Projekte recht schnell ein. Das heißt, es ist so,
00:09:15: Kathi Never Ending Story und da finde ich es für mich gerade schwierig, das zu sortieren und halt eben dann auch als Herausforderung zu priorisieren, welche Projekte. Darüber haben wir ja hier auch schon gesprochen. Was würdest du sagen ist deine größte Herausforderung?
00:09:16: Sonja Hegel Mhm. Mhm.
00:09:35: Sonja Hegel Das Thema Trennen, also das Abschalten ist nach wie vor eins. Es gelingt mir mittlerweile ganz gut, auch mal mir Raum zu nehmen. Ich habe ja schon erzählt, ich habe letztes Jahr so eine Challenge mitgemacht,
00:09:47: Sonja Hegel nichts getan habe und wenn es nur 10 Minuten waren, aber ich habe gemerkt, das hat mich echt weitergebracht, also große Empfehlung, das mal auszuprobieren, weil ich mehr und mehr ein bisschen auf mich höre seitdem und mir Zeit für mich nehme, also für so
00:10:05: Sonja Hegel Es war Zeit für mich, aber auch für Sachen, die ich außerhalb der Arbeit gerne machen möchte. Eine Art Hobby habe ich ja nicht, bin ja dauerhaft auf Reisen. Das ist so eine Sache mit konstanten Hobbys, die man immer wieder macht. Aber die Orte zu nutzen, wo ich bin, für Sachen, die mir Spaß machen, die mir guttun.
00:10:26: Sonja Hegel um mir halt entsprechend Freizeit dann auch rauszunehmen. Aber das ist nach wie vor eine meiner größten Herausforderungen, definitiv. Weil, genau, mir geht's da wie dir. Also, die To-do-Liste wird ja nicht kürzer. Da kommt ja immer wieder was Neues drauf. Die Ideen werden mehr. Es gibt Optionen. Es tun sich neue Sachen auf. Es kommen Anfragen von außen, die ich vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hatte.
00:10:52: Sonja Hegel Und es bewegt sich einfach kontinuierlich irgendwas. Und da dann aber konstant auch mal zu sagen, also dran zu bleiben und zu sagen, nee, ich habe mir jetzt dieses Zeitfenster aber genommen für mich, das ist wirklich eine Herausforderung. Ich habe zum Beispiel mich Mitte Januar hingesetzt und habe mir überlegt, wie für mich idealerweise so Wochen ablaufen können, weil ich habe gemeint, mir fehlt eine Struktur. Und habe da auch Zeiten reingesetzt, wo ich
00:11:19: Sonja Hegel Naja, irgendwie mal Sport mache oder halt irgendwas für mich mache oder irgendwie ein Buch lese oder eine Weiterbildung mache oder sowas. Also diese Sachen mal als Zeitfenster in meinen Kalender eingebaut. Und ich bin immer trotzdem mehrfach die Woche dran, irgendwelche Zeitspannen zu kürzen oder rauszulöschen, weil ich es dann doch mit anderen Sachen wieder verbringe und irgendwie arbeite. Also von daher same same an der Stelle.
00:11:49: Kathi Ganz kurz, hat es bei dir gerade fehlerfrei aufgenommen, ohne Striche unten? Weil bei mir hast du wahnsinnig gehakt. Es kann aber sein, dass das bei dir ganz normal aufgenommen hat und nur die Übertragung gehakt hat. Kannst du einmal schauen, ob du eine stetige Linie hattest?
00:12:05: Sonja Hegel Ja, also ich kann es jetzt nicht. Ich weiß jetzt nicht, wie ich es nachgucken kann. Es hat aufgenommen. Es ist ja auch ein lokaler Backup. Also ich glaube schon, dass die Aufnahme richtig war. Meine Internetverbindung ist glaube ich nicht so richtig gut heute. Ja.
00:12:25: Kathi Passt. Okay, dann hängt's nur mit der Verbindung von von dir an mich, dann passt das, okay.
00:12:32: Kathi Gibt es, ich habe jetzt mal gerade so darüber nachgedacht, Herausforderungen heißt ja auch immer, womit hat man gerechnet im Endeffekt. Bei mir gibt es sowas, was ich so ein bisschen unterschätzt habe, bevor ich gegründet habe. Gibt es sowas, was du irgendwie was eine Herausforderung war, die du gar nicht auf dem Schirm hattest, als du gegründet hast?
00:12:59: Sonja Hegel Boah, gute Frage. Hier ist irgendwie gerade alles aus, warte mal. Jetzt bist du wieder da. Gerade war hier alles weg, Bild und Ton. Ich glaube bei mir läuft es irgendwie nicht. Bin ich jetzt wieder da?
00:13:25: Kathi Ja. Hast du mich noch gehört oder nicht?
00:13:30: Sonja Hegel Ja, ich habe dich gehört, aber hier war irgendwie gerade alles off. Jetzt bin ich glaube ich wieder da. Das muss ich mir gerade überlegen. Gute Frage.
00:13:47: Sonja Hegel Ich glaube, die Frage führt gerade so ein bisschen ins Nichts, weil das wird allem und nichts gerechnet. Ich bin ja mehr oder weniger blau reingestäubert. Ich glaube, das ist... Das hakt total, ne? Ich guck mal gerade, in welchem Wille. Ja, ja, ja.
00:13:59: Kathi Achso. Sonst mach mal kurz Pause, mach mal kurz Pause, sonst ist das für den Schnitt so blöd.
00:14:09: Sonja Hegel Okay, Achtung an den Schnitt! Kathis Frage einmal rausnehmen, die ergibt keinen Sinn oder führt ins Nichts. Wir machen weiter mit einer anderen Frage.
00:14:21: Sonja Hegel Aber wie sieht das denn für dich aus? Jetzt haben wir ja gerade schon so ein bisschen reflektiert, was unsere Herausforderungen heute sind und auch, dass wir ja, wir haben da eben eingestiegen, dass wir Geburtstag haben und wie lange wir auch schon in der Selbstständigkeit sind. Hast du für dich mal überlegt oder mal geguckt, gibt es Unterschiede zu den Herausforderungen, die du heute in der Selbstständigkeit hast im Vergleich zu deiner Zeit in der Anstellung?
00:14:47: Kathi Ich denke schon. Also, es gibt ein paar Herausforderungen, die sich tatsächlich, ganz spannend, wenn ich drüber nachdenke, auch gelöst haben. Also, ich hab immer das Gefühl ... Ja, also, was mich halt persönlich so ein bisschen verfolgt, ist dieses nicht genug zu sein. Und wenn ich für jemanden arbeite, dann ist das etwas, was mich wahnsinnig herausfordert. Dieses, ich bin nicht genug, ich müsste mehr machen, und oh Gott, die geben mir das und das Gehalt.
00:15:16: Kathi erreiche ich dieses Gehalt. Also das ist halt irgendwie so ein Gedanke, den ich in der angestellten Situation ganz, ganz oft hatte, der jetzt viel kleiner ist, weil ich einfach mir selbst gegenüber verantwortlich bin oder einfach das mit mir mache. Das heißt, das ist
00:15:18: Sonja Hegel Mhm. Mhm.
00:15:33: Kathi ein bisschen anders gelagert. Leider bin ich mit mir selber strenger, als ich es mir manchmal wünschen würde. Einfach auch so, ja, das macht es mir manchmal auch nicht so viel leichter, ich glaube, mit meinen Mitarbeitenden bin ich sehr viel nachsichtiger als mit mir selber. Aber das lerne ich, insofern wäre das auch eine Herausforderung. Aber im Großen und Ganzen ist für mich der größte Unterschied, dass ich unterschätzt habe,
00:15:57: Kathi wie viel Druck ich doch täglich spüre als selbstständige Person, als Arbeitgeberin. Und das Gefühl habe, ich muss leisten, weil ja, Leute von mir abhängig sind, ich davon abhängig bin, mein Gehalt davon abhängig ist. Das heißt, ich spüre im, ja, man könnte sagen, das wäre auch eine Form des Mental Loads, aber halt einfach so diesen Druck, den ich
00:16:01: Sonja Hegel Mhm.
00:16:24: Kathi Ja, immer so ein bisschen mit herum trage, manchmal ein bisschen mehr, manchmal ein bisschen weniger. Und dass ich das Gefühl habe, dass das auf jeden Fall klappen muss. Wobei letztens zu mir jemand gesagt hat, das ist in meinem Kopf, spiel mal durch, was passieren würde.
00:16:44: Kathi wenn das ganze scheitern würde. Du bist extrem hoch ausgebildet, du würdest auch einen anderen Job finden. Aber ja, scheitern ist so in meinem Kosmos, da tue ich mich richtig, richtig schwer mit. Das heißt, dass ich das gar nicht richtig zulasse. Nee, irgendwie
00:16:58: Sonja Hegel Keine Option.
00:17:03: Kathi Nee, dann müssen wir halt einfach die Strategie ändern und irgendwie so, also ganz aufgeben ist für mich irgendwie keine Option. Und dadurch habe ich so das Gefühl, es allen und mir selbst irgendwie beweisen zu müssen. Und deswegen empfinde ich oder fühle ich viel, viel Druck. Und das ist was, was ich als Angestellte so einfach gar nicht hatte, weil
00:17:18: Sonja Hegel Mhm. Ja.
00:17:22: Kathi Ja, da habe ich auch so ein bisschen Druck gespürt, aber ich fand, es war einfach überhaupt nicht vergleichbar mit dem Gefühl, was jetzt da ist und manchmal einfach so ein bisschen Huckepack setzt und ein bisschen nach unten drückt, ehrlich gesagt. Und einfach, ja, metaphorisch gesprochenem Gewicht ist, das ich mit rum trage und das halt irgendwie den ganzen Tag irgendwo.
00:17:44: Sonja Hegel war das von Anfang an so, also seit deiner Gründung ab Tag 1.
00:17:50: Kathi Nee, tatsächlich am Anfang war das nicht ganz so, weil ich da das Gefühl hatte, ja, es ist ja in Ordnung, dass es noch nicht so gut läuft, weil ich ja gestartet bin. Und am Anfang hatte ich ja auch so einen kleinen Startkredit und das heißt, dass ja klar war, dass das, ich glaube,
00:18:08: Kathi Ich glaube zehn Monate oder elf Monate hatte ich so geplant, dass ich keinen Umsatz machen müsste, sozusagen. Und dadurch hatte ich die ersten elf Monate keinen Umsatzdruck. Und ich glaube, dass da dieser Druck halt auch herkommt, dass das schon zahlengetrieben irgendwo ist und halt auch ja mit Umsatz zusammenhängt.
00:18:27: Sonja Hegel Mhm.
00:18:30: Kathi Und dass deswegen die ersten elf Monate ich da total frei war, weil ich gesagt habe, ja, wir bauen das jetzt alles auf. Und manchmal belächle ich meinen ich aus den ersten zehn Monaten so ein ganz bisschen, weil ich mir denke, boah, ich hatte so viel mehr Zeit als jetzt, weil mein Kalender viel leerer war, stell dir vor, ich hätte da schon andere Projekte umgesetzt und so. Und auf der anderen Seite war das natürlich auch total in Ordnung, weil ich das Pensum abgearbeitet habe, was halt da gerade da war.
00:18:59: Kathi Aber zum einen ist der Druck gestiegen mit mehr Patienten, die ich habe und hatte, weil ich das Gefühl habe, ich muss mehr Leute zufriedenstellen auf eine gewisse Art und Weise. Da sind mehr Leute, die mich kennen, die was von mir wollen und die irgendwie eine Erwartungshaltung mitbringen. Und durch diese Erwartungshaltung entsteht ein gewisser Druck. Und natürlich einfach auch mit, ja, wir waren am Anfang zu zweit, jetzt sind wir zu viert. Das heißt, ich habe natürlich auch noch mal einen anderen Druckgehälter.
00:19:04: Sonja Hegel Mhm.
00:19:28: Kathi zu bezahlen. Und ehrlich gesagt, sprechen wir natürlich dann jetzt im vierten Jahr auch von anderen Summen als im ersten Jahr. Ja, also bei den Zahlen wird es mir dann manchmal schon. Also ich meine, wir machen mittlerweile
00:19:41: Kathi in einem Monat das an Umsatz, was wir im ersten Jahr, im ganzen Jahr als Umsatz gemacht haben. Das heißt, wir sprechen natürlich auch irgendwie von anderen Dimensionen und damit kommt natürlich auch irgendwie Druck einher. Und ich finde, ich weiß nicht, geht dir das auch so? Nee, jetzt bin ich so weit gekommen, jetzt, also irgendwie so.
00:20:02: Kathi Ich weiß nicht, aber das ist so. Ne, das habe ich jetzt alles gemacht, also jetzt ist erst recht keine Option, weil das haben wir jetzt alles hingekriegt, also ziehen wir es jetzt auch durch. Und ich glaube, das ist für mich tatsächlich, deswegen wollte ich das heute auch so ein bisschen teilen, eine der größten
00:20:19: Sonja Hegel Ja.
00:20:22: Kathi Herausforderungen mit dem Druck irgendwie und deswegen ist es mir wichtig, darüber zu sprechen. Ich glaube, da haben wir letztes Mal ganz viel darüber gesprochen, Fremdbeinehmung, Eigenbeinehmung, dass man das vielleicht manchmal gar nicht so sieht, aber dass ich das halt auch
00:20:40: Kathi spüre und deswegen mir das irgendwie hilft zu sehen, wenn es anderen auch so geht. Nicht weil ich da gehe, äh, edgy bitch, sondern dass das irgendwie real ist und dass das was ist, was vielleicht im Arbeitnehmerbereich nicht so sichtbar ist und was auch zwischen Chefin und Angestellten irgendwie einen Unterschied macht.
00:21:02: Sonja Hegel Definitiv. Ich finde es total gut, dass wir darüber sprechen, genau aus diesen Gründen, weil es gibt einfach immer, glaube ich, verschiedene Perspektiven auch und kann ja auf verschiedenen Ebenen auch für Verständnis sorgen. Und vielleicht erkennt sich ja die ein oder andere, die uns gerade zuhört, auch wieder in einer dieser Rollen und mit diesen Gefühlen, weil
00:21:27: Sonja Hegel Ja, das macht auf jeden Fall was mit einem. Also ich bin aus meiner Perspektive heraus irgendwie, ehrlich gesagt, immer mit so einem Verständnis da reingestartet, auch in dieses Thema Selbstständigkeit. Im Hinterkopf habe ich immer gedacht, na ja, wenn gar nichts geht, klar, ich bin Tierärztin, studiert und ausgebildet und so, wenn gar nichts geht, dann gehe ich halt kein an. Das kann ich. Also so richtig back to the roots, mein Sicherheitsnetz.
00:21:58: Sonja Hegel beziehungsweise weiß auch Alvin natürlich, dass Menschen um mich herum sind, die das nicht zulassen, also die irgendwie so. Was aber auch in der Lehrkurve war, auch so ein gewisses Vertrauen zu entwickeln, dass was soll schon passieren, ja. Aber ich stehe natürlich auch in einer anderen Situation. Ich bin ja selbstständig, also alleine. Solopreneur sagt man auch so schön dazu, ja.
00:22:21: Sonja Hegel und habe eben nicht dieses Paket. Und das ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich keine Lust habe auf ein festes Team, weil der Druck, der da heraus vielleicht entstehen könnte, ist ja auch wieder alles nur Hörensagen, weil ich es jetzt von dir zum Beispiel höre, aber auch schon von anderen gehört habe, kann natürlich echt immens groß sein und der beeinflusst natürlich
00:22:45: Sonja Hegel Ja, das Arbeiten, das persönliche Leben, das private Leben vielleicht auch. Da wäre jetzt meine Frage mal an dich, wenn du das erzählen möchtest. Du kannst auch so schwer das gerade trennen, privat und Arbeit. Bezieht sich das auf die Zeit? Oder ist das auch, wie ist das mit Menschen um dich herum? Wird das wahrgenommen, wie es dir damit geht? Oder ist das eher gar kein Thema bei euch?
00:23:11: Kathi Total. Also es ist so... Ich muss sagen je mehr Druck ich habe, desto gestresster bin ich und desto impulsiver bin ich leider auch. Also ich glaube...
00:23:20: Sonja Hegel Ja gut.
00:23:21: Kathi Also das ist dann halt einfach so. Ich glaube, dass die Mitarbeitenden hier im Homeoffice das nicht mitkriegen, weil ich dann einfach, bis ich mit denen Kontakt habe, mich schon wieder beruhigt habe, wenn ich mich mal über irgendwas aufgeregt habe. Das heißt, das ist, glaube ich, nicht so sichtbar. Aber für die Personen, die mit mir im Büro direkt zusammenarbeiten und das kommt natürlich irgendwie manchmal vor, ist das sichtbar. Und das ist, glaube ich, für die dann auch einfach schwierig und auch in
00:23:51: Kathi privaten Geschichten ist es dann so, dass ich dann manchmal bin in so einem Funktionsmodus wie in so einer Kapsel und halt keine Kapazitäten für irgendwelche zwischenmenschlichen Geschichten habe. Und das ist natürlich dann auch im privaten Beziehungsraum eine Riesenherausforderung, weil ich dann im Kopf nur in diesem, dann gibt es nur das und irgendwo sollte natürlich irgendwo der Beruf da vielleicht
00:24:07: Sonja Hegel Mhm.
00:24:17: Kathi gar keine so große Rolle einnehmen. Und das ist das, was ich mir dann halt auch immer sagen muss. Es ist am Ende nur ein Job. Es ist nicht mein Selbstwert oder so davon abhängig. Und das ist auch okay. Und ich bin nicht dieser Job. Und da muss ich vielleicht noch mal hinschauen und sagen, okay, wie kriege ich auch das besser getrennt? Nicht nur privat und beruflich, sondern mich und diese Personen.
00:24:41: Kathi wenn jetzt meine Firma scheitern sollte, dann heißt es nicht, dass ich gescheitert bin. Aber das fühlt sich sehr verwoben an auf eine Art und Weise und das macht es mir dann manchmal schon schwer. Und da gibt es Phasen, da ist das noch mehr spürbar und es gibt Phasen, da ist das eben
00:24:41: Sonja Hegel Mhm. Mhm.
00:25:00: Kathi weniger spürbar und dementsprechend wirkt sich das dann auch auf die zwischenmenschlichen Beziehungen aus, glaube ich. Ich hoffe, das stimmt jetzt.
00:25:13: Sonja Hegel Das kann ich mir gut vorstellen. Ich kann nachvollziehen, was das mit einem macht, wenn der Kopf voll ist mit diesen Themen, weil die Kapazität irgendwie begrenzt ist. Und wenn das einen großen Raum gerade einnimmt, weil es gerade ein Thema ist oder es nicht läuft an einer Stelle.
00:25:30: Sonja Hegel Probleme aufgetreten sind, die irgendwie schwer zu lösen sind oder ähnliches, dann kann das echt einnehmend sein. Das kann ich total gut nachvollziehen. Und ich kenne das auch, dass zwischenmenschlich jetzt, egal ob mit Partner oder mit Freunden, mit Familie, das halt auch super anstrengend ist. Oder ich mich halt auch nicht melde. Oder keine Kapazität habe, auf den Geburtstag zu gehen oder so. Weil ich sage, das geht halt nicht. Also das kann ich schon nachvollziehen.
00:26:02: Kathi Ich merke es aber halt auch zum Beispiel total... Moment, jetzt habe ich die Gedanken verloren. Verdammt. Mach mal ganz kurz Pause, ich muss kurz denken.
00:26:20: Kathi Wir haben jetzt kurz mal Pause gemacht, weil ich gerade komplett den Faden verloren hatte, weil ich währenddessen tatsächlich, und das ist es, was ich halt meinte zu dir, warum ich aus diesen Themen so viel mitnehme. Weil ich bin hier reingegangen und dachte, ja, das und das ist meine Herausforderung. Und ich bin hier mit reingegangen und hab gesagt, ja, für mich ist total schwierig, Privat- und berufliches zu trennen. Das ist eine große Herausforderung. Und jetzt hab ich gerade so die Erkenntnis gehabt, na ja, offenbar ist es auch für mich eine wahnsinnige Herausforderung,
00:26:50: Kathi und dieses Unternehmen zu trennen, weil ich meinen Selbstwert sehr abhängig mache davon, wie funktioniert mein Unternehmen und das hat so viele Gedanken in meinen Kopf gesprudelt und geflutet, dass ich da deswegen gedanklich dann so ein bisschen
00:27:07: Kathi abgehängt worden bin und dann im Kopf schon überlegt habe, okay, was mache ich jetzt als nächstes und wie kann ich das ändern und was kann in meinem Alltag ich jetzt da hinbekommen und halt irgendwie versucht habe herauszufinden, an welchen Punkten das eine Rolle spielt. Also an welchen Rollen ist das spielbar, weil das wären ja dann für mich die Punkte, wo ich ansetzen könnte
00:27:31: Kathi Und deswegen ist gerade alles so wie so eine Welle über mir im Endeffekt hereingebrochen und war so ein neuer Impuls, den ich jetzt irgendwie verarbeiten muss. Und deswegen habe ich einfach bei Sonja vergessen und wir haben aber jetzt mal Erika-Pauline Tillert, sie hat mir wohl keine Frage gestellt. Insofern können wir einfach an dieser Stelle weitermachen.
00:27:56: Sonja Hegel Herzlich Willkommen in meinem Coaching.
00:27:59: Kathi Ich wollte gerade sagen, herzlich willkommen in meinem Kopf. Aber, ne, also deswegen, superspannend, dass halt einfach natürlich ist das irgendwo verwogen. Weil dadurch, dass ich natürlich das so eng verwogen habe, entsteht auch diese enge Verbindung zwischen beruflichem und privatem.
00:28:16: Kathi Und um das hier jetzt doch noch ein bisschen zu einer runden Sache zu machen, was habe ich schon eventuell gelöst? Wir haben jetzt ein Büro. Ich kann meine Wohnung verlassen und woanders arbeiten. Das heißt, das ist für mich eine Änderung für die kommende Woche. Das werden wir jetzt mal ausprobieren. Heute bin ich nicht dort, weil es ein Co-Working-Space ist und ich Sorge hatte, dass das mit der Aufnahme nicht so
00:28:41: Kathi Richtig funktioniert, wenn da irgendwelche Leute rumlaufen, da sind immer nur so lustige Glaskästen und Glastüren und so. Aber dass an den Tagen, wo ich keine Aufnahmen habe, ich das mal versuchen werde, hinzugehen zur Arbeit und abends wieder nach Hause zu gehen. Wir waren am Freitag jetzt so das erste Mal da.
00:28:46: Sonja Hegel Wow.
00:28:57: Kathi Also ich war schon ein paar Mal da, aber so das erste Mal so ganz bewusst mit dem Hintergrund dieser Problematik. Und wir haben wirklich um 17 Uhr Feierabend gemacht und ich hatte danach ein viel freieres Feierabendsgefühl. Also das war schon ein Riesenunterschied. Deswegen hoffe ich, dass sich da jetzt eine Gewohnheit etabliert und wir einfach mehr ins Büro gehen sozusagen.
00:29:18: Kathi Das heißt, ich hoffe, dass das ein Problem ist, was ich vielleicht ein bisschen gelöst habe. Und damit kommen wir zu dem zweiten Thema, worüber wir heute sprechen wollten. Und zwar haben wir ja, und das war lustig, weil wir haben das letzte Mal ja so ein bisschen herausgearbeitet, dass das eigentlich die perfekte Cocktailparty-Frage ist.
00:29:26: Sonja Hegel Mhm.
00:29:39: Kathi einfach mal jemanden zu fragen, was ist ein Problem, was du im letzten halben Jahr gelöst hast? Sonja, was hast du denn für Probleme im letzten halben Jahr gelöst?
00:29:49: Sonja Hegel Oh, so viel und gar nichts. Ja, ich habe so ein bisschen darüber nachgedacht. Ich glaube, ich habe schon öfter mal erwähnt, dass ich ja gar nicht so, also ich reflektiere schon, aber ich gucke gar nicht immer so nach hinten und gucke, was war alles irgendwie schwierig und so, sondern irgendwie...
00:30:06: Sonja Hegel haben wir ja auch schon gesprochen, viel dieses wir machen und dann hacken wir das ab und weiter geht's. Also das ist sicherlich eines der etwas kleineren Probleme, dieses Bewusstsein über solche kleine Erfolge, gelöste Probleme, Fortschritt und sowas. Das ist aber nur eine kleine Nebensache, die ich sozusagen gelöst habe, weil ich mit
00:30:30: Sonja Hegel mit einem Kreis an sehr, sehr netten Menschen so eine kleine Reflektionsgruppe habe und wir jeden Monat einen Check-in machen über WhatsApp und reflektieren, was so passiert ist im letzten Monat. Privat oder auch beruflich können wir mischen. Das sind alles aber digitale UnternehmerInnen. Von daher ist das ganz cool, weil viel auch berufliches, was ja eben auch Favor ist mit uns, ja, privat und beruflich, damit einfließen kann. Also das ist eine kleine Lösung.
00:30:58: Sonja Hegel Genau, was ich aber noch überlegt hatte, war mal ganz konkret, vielleicht auch operativ, was ja vielleicht auch ein Impuls sein kann für unsere lieben Zuhörerinnen. Ich habe was ganz Praktisches gelöst für mich und zwar haben wir oder habe ich ja, mache ich ja Coachings, Social Media oder Marketing Coaching Sessions oder habe auch
00:31:19: Sonja Hegel einfach ganz viele Video-Calls beruflicher Natur. Es fällt jetzt für alle interessant, die sich online auch viel austauschen, Calls, Meetings machen und so weiter. Und da war tatsächlich ein ganz praktisches Problem und da habe ich einfach mal eine ganz praktische Lösung mitgebracht.
00:31:37: Sonja Hegel Und zwar musste ich immer so ein bisschen jonglieren zwischen ich unterhalte mich und stelle Fragen und höre zu und notiere mir gleichzeitig, im besten Fall digital, noch Sachen zu den Gesprächen oder per handschriftlich auf einem Zettel.
00:31:54: Sonja Hegel und da so ein bisschen die Struktur zu behalten und die wirklich wichtigen Themen rauszuarbeiten oder auch in Coachings, alles was wir so besprechen und erarbeiten in den Sessions, gut mitzuhalten. Das heißt, also für mich war so die Herausforderung das Problem, dass ja, viel gesprochen wird, viel online, viel per Video und ich irgendwie parallel
00:32:15: Sonja Hegel ja, ganz viel auch sozusagen dokumentieren möchte, weil ich vielleicht auch meinem Coach hieß, was mitgebe, eine Zusammenfassung der Arbeit in Themen und sowas alles. Und habe da eine ganz praktische Lösung gefunden. Ich habe das, muss ich zugeben, also nicht jetzt gesagt, ich habe das Problem und suche jetzt sehr lange irgendwo nach einer Lösung, sondern mir ist dann die Lösung über den Weg gelaufen in Form eines Tools, was mir
00:32:40: Sonja Hegel hilft bei diesen Arbeiten. Das ist ein KI-gestützter Assistent, der oder die, ich habe noch nicht entschieden ob es männlich oder weiblich oder wie auch immer ist, neige aber dazu, deswegen sage ich das gerade, meine KI-Assistenten zu benennen.
00:33:00: Sonja Hegel Ich habe mir jetzt ein Tool angelegt, was in jeden meiner Calls mit reinkommt, was ganz fleißig mit transkribiert und mir am Ende schon nach einer gewissen Vorgabe eine Exposé oder eine Zusammenfassung des Calls gibt. Und ich kann dann zum Beispiel nach meinen Coachings
00:33:19: Sonja Hegel innerhalb von kürzerer Zeit die relevanten Punkte zusammenfassen, meinen Coaches zur Verfügung stellen und habe in meinen Coachings, und das ist eigentlich so der Clou an der ganzen Sache, viel mehr Möglichkeit, mich wirklich aufs Gespräch zu konzentrieren, auf die Inhalte und auf das Weiterkommen umsetzen.
00:33:35: Sonja Hegel Also von daher Problemen, genau, also irgendwie dieses Jonglieren zwischen den verschiedenen Rollen, Mitschreiben, Coaching, Kommunizieren und die Lösung ist jetzt ein ganz praktisches KI-gestütztes Tool, was ich dir ja auch schon mal von erzählt hatte, also was wirklich sehr, sehr hilfreich ist. Meine Arbeit echt viel, viel effektiver macht, die Dokumentation viel, viel, viel besser macht als ich es jemals könnte und deswegen eine ganz, ganz praktische Lösung für ein Problem. Genau.
00:34:05: Kathi Ja, ich finde es so spannend, weil das so lustigerweise ein Problem war, was ich in ähnlicher Weise vorher mit meiner Kollegin schon besprochen hatte. Und dann kamst du um die Ecke und warst so, ach so, ja, ich habe hier das Programm und wir da jetzt noch überlegen, wie wir das gut bei uns umsetzen können und was wir da
00:34:24: Kathi da draus machen, dass auch da bei uns Transkripte erstellt werden. Weil ich glaube gerade so KI ist sowas, wir integrieren davon immer mehr so in unserem Arbeitsalltag, also bei uns in der Firma und versuchen da auf jeder Ebene
00:34:38: Sonja Hegel Genau.
00:34:42: Kathi zu profitieren. Und tun das, glaube ich, auch. Deswegen bin ich mal gespannt, ob wir auch von deiner Lösung profitieren können. Und wir haben ja letztes Mal auch schon darüber gesprochen, dass es halt super ist, sich auszutauschen und halt eben Probleme auch zu besprechen, weil halt jemand anders vielleicht das Problem schon gelöst hat und irgendwie die Lösung um die Ecke kommt. Und bei uns ist auch, ich glaube, die größten Problemlösungen
00:35:09: Kathi sind bei uns tatsächlich auch, dass wir alle Programme, die wir gerade nutzen, in einem Programm zusammenfassen und ich einfach mir ein Herz gefasst habe und IT-Lab beauftragt habe und gesagt, hier bitte, weil es einfach so im Arbeitsalltag so wichtig ist, dass das irgendwo funktioniert, dass die Programme laufen.
00:35:26: Kathi weil wir einfach so im Moment so langsam sind und es so nervig ist, weil es so viel Kapazität frisst und damit einfach wirklich ein Riesenproblem ist. Noch steht es nicht zu 100 Prozent und ich hoffe aber, dass es meine Wünsche erfüllt und bin ganz gespannt, wenn das ist. Weißt du, was ich noch für ein Problem gelöst habe, was ein Teil Kleines, aber mich jeden Tag glücklich macht? Ich habe mir eine beheizte Maus gekauft. Ich hatte immer kalte Hände beim Arbeiten.
00:35:44: Sonja Hegel Nee. Let's see. No way. Nein. So, das geht.
00:35:52: Kathi Und jetzt habe ich einfach eine beheizte Computermaus, weil ich habe ja immer so gearbeitet und ich hatte so kalte Hände beim Arbeiten und ich war so unglücklich. Und das ist so witzig, weil das ist so klein und winzig. Aber jeden Tag, die hat so einen kleinen Regler auf zwei verschiedenen Wärmestufen und jeden Morgen mache ich die an und habe einfach warme Hände beim Arbeiten und das macht mich einfach glücklich.
00:36:16: Sonja Hegel Oh, das glaube ich total. Also ich, ganz kurzer Flashback in meiner Außendienstzeit. Die kalten Hände morgens am Lenkrad, war es ja auch im Außendienst. Also jeder Fahrpraktiker erinnert sich oder weiß, wovon wir sprechen. Dieses, wenn man die ganze Zeit die Hände immer dran hat und es ist immer kalt. Und dann gab es dann die Wahl, endlich mal eine Lenkradheizung. Ich habe sie sofort genommen und habe sie jeden Morgen gefeiert. Und deswegen kann ich das total nachvollziehen. Ich wusste aber nicht, dass es beheizte Computermäuse gibt. Ist ja witzig.
00:36:26: Kathi Mhm.
00:36:46: Kathi Ich habe das dann einfach gegoogelt, weil ich mir gedacht habe, es kann nicht sein, dass nur ich so kalte Hände habe. Dann habe ich in meinem Team gefragt und gesagt, ich kaufe mir das jetzt. Wer möchte aus diesem Team so eine Maus? Ich würde eine Runde Computermäuse spendieren. Und dann haben von vier Leuten noch eine Kollegin gesagt, sie hätte gerne eine und sie ist genauso begeistert wie ich und feiert jeden Morgen ihre Computermaus.
00:37:08: Sonja Hegel Ja, mega. Ja. Nice.
00:37:11: Kathi Und tatsächlich, es gibt auch so teilweise so beheizte Matten, die du unter dem Computer machen kannst oder halt auf dem Fußboden oder so. Aber mir reichte die Maus, weil es wirklich einfach so, wenn du halt stundenlang da sitzt und irgendwie so arbeitest. Und das war irgendwie so ein kleines Problem, was halt wirklich nur war, okay, ich hab fünf Minuten gegoogelt, gesehen, es gibt so was, hab das direkt bestellt und bin einfach glücklich. Das heißt, manchmal lohnt es sich auch, wenn man ein Problem hat, einfach mal zu googeln, ob es ein Gadget dafür gibt.
00:37:41: Kathi Also manchmal, finde ich, sind kleine Gadgets sehr gute Lösungen.
00:37:42: Sonja Hegel Auf jeden Fall.
00:37:48: Sonja Hegel Ich glaube, das war ein ziemlich cooler Impuls und ich hätte gerne Feedback von allen, die das hören, die sich jetzt auch eine verheizte Computermaus bestellen, die nämlich vielleicht auch nicht wussten, dass das geht, weil du bestimmt nicht die Einzige, die mit kalten Fingern im deutschen Winter vor ihrem Rechner sitzt. Das ist ja egal, ob du jetzt in der Praxis stehst oder dann im Homeoffice oder so online arbeitest als Tierärztin oder TFA.
00:38:12: Sonja Hegel Alle haben doch dieses Thema. Und wer sich so eine bestellt, ich hätte wirklich sehr, sehr gerne Feedback darüber. Bitte schreibt uns das. Bei Spotify kann man ja kommentieren. Oder auf Instagram, schreibt uns das auf jeden Fall. Ich möchte wissen, wie viele Leute du damit inspiriert hast. Das find ich ziemlich, ziemlich witzig.
00:38:28: Kathi Ja, vor allen Dingen, es wirkt so banal, aber es hat irgendwie... Es bedeutet mir irgendwie viel, dass ich es dann einfach gegoogelt habe und gemacht habe. Weißt du, das ist so...
00:38:39: Sonja Hegel Ja, das sind die kleinen Dinge. Das sind die ganz kleinen Dinge. Man muss auf sich acht geben und dazu gehört auch warme Hände beim Arbeiten zu haben.
00:38:49: Kathi Also, wenn ich in Zukunft so rumlaufe mit meiner Maus, weißt du, warum? Ach so, ja, und ich hab jetzt mir einfach noch zusätzlich, wenn wir schon bei Kälte sind, bestellt eine elektrische Wärmflasche, weil ich die dann an meinem Schreibtisch wärmen kann und während der Beratung mir eine machen kann, weil ich kann ja nicht während der Beratung gehen und sagen, Leute, ich heiz mal kurz den Wasserkocher auf, ihr könnt mich mal kurz drei Minuten nicht verstehen, aber passt schon, oder? Und deswegen hab ich das jetzt auch mit Knopfdruck geregelt.
00:39:18: Kathi weil du die nämlich mit in den VW-Bus mitnehmen kannst. Und dann kannst du nachts, wenn es doch kalt wird, weil wir haben keine Standheizung, einfach über Strom warm machen und die unten in den Schlafsack legen und dann ist das Ganze geritzt. Und deswegen, siehst du, ich löse hier am Laufen Probleme über heizende Geräte.
00:39:20: Sonja Hegel Abgefahren. Ich wollte gerade sagen, das Thema Kälte scheint eines zu sein, was Relevanz hat und wie gesagt, du bist bestimmt nicht die Einzige. Ich würde sagen,
00:39:45: Kathi Ich habe heute morgen mein Auto gekratzt. Das erklärt kurz unser Wetter.
00:39:51: Sonja Hegel Naja, deswegen, also das ist sicherlich, bist du da nicht alleine mit. Ich würde sagen, das war doch hier eine sehr irgendwie ergiebige, überraschenderweise Geburtstagsfolge mit am Ende mindestens drei ziemlich smarten Gadgets, die man sich anschaffen sollte. Das eine digital, die anderen ganz praktisch und physisch für zu Hause.
00:40:15: Sonja Hegel Ich finde das total spannend. Also genau, ich hätte gerne Feedback, wer sich so eine Maus kauft. Und ich hätte gerne Feedback von unseren lieben Zuhörerinnen, ob wir öfter mal so Problemlösungsimpulse geben sollen, was wir für uns gelöst haben. Weil ich fand das jetzt schon sehr inspirierend und sehr hilfreich. Ich habe das Thema mit der Wärme ja gerade nicht. Aber ich glaube, da kann noch das eine oder andere bei rumkommen.
00:40:44: Sonja Hegel Und das könnte ganz hilfreich sein. Was meinst du? Sehr cool. Dann sage ich mal vielen Dank für diese Folge meine Liebe und bis zum nächsten Mal.
00:40:48: Kathi Ja, ich glaube, da kriegen wir was raus. Sehr gerne. Bis dahin!
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